4. Juni 2021

Erneut Vandalismus am Kreuzweg

Station am Kreuzweg
So wurde die Station beim Pressetermin vorgefunden: Foto: Warlich-Zink

Rheinau

„Schon wieder abgerissen“, stellt Rolf Dieter fest und kann es kaum glauben. Erst am 22. Mai hatte er den Ersatz für die erste Station des Kreuzwegs „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ gemeinsam mit Hans Wurt neu montiert.

Wurth, der die ursprünglich dort angebrachten skulpturartig aus Holz geformten Hände geschaffen hatte, sorgte nach deren Zerstörung für Ersatz durch einen Holzschnitz. Diese Tafel hing keine 14 Tage.

Und so wurde der Pressetermin, bei dem eigentlich die wiederhergestellte Station vorgestellt werden sollte, Zeugnis der erneuten mutwilligen Zerstörungswut des Täters oder der Täter.

Auch Hedda Küttner reagierte enttäuscht. Sie hatte die Reparatur mit einer Spende unterstützt und war extra aus Neckarhausen gekommen, um sich das Ergebnis anzuschauen. „Das tut mir so leid für diejenigen, die sich an diesem schönen Platz engagieren“, meinte sie.

„Wir werden das Schild wieder anbringen“, sagen Wurth und Dieter unverdrossen. Dass es nämlich auch anders geht, zeigen Menschen, die Stationen entlang des ökumenischen Kreuzwegs aus eigenem Antrieb pflegen, statt sie kaputt zu schlagen.

Auch die Umgebung des Sonnenkreuzes oben auf dem Hügel des Kalvarienbergs ist bepflanzt und wird regelmäßig gegossen.

Lesen Sie mehr in den Seckenheim-Rheinau-Nachrichten vom 25. Juni.