20. Mai 2021

Eigene Ernte

Übersichtstafel
An diesen Stellen sind die Kräuterzupfstellen künftig zu finden bzw. bereits eingerichtet. Vorbeigehen lohnt sich! Bild: red

Schönau

Zupfen, bevor der Arzt kommt, denn Kräuter machen das Essen lecker und sind gesund. Auf der Schönau wird derzeit eine wundervolle Idee in die Tat umgesetzt. Auch Menschen, die keinen eigenen Garten haben, können sich nun frisch vom Beet eine wertvolle Zutat für ihr Essen holen.

So soll es künftig an verschiedenen Orten auf der Schönau frische Kräuter zum Selbstpflücken geben. Das Quartierbüro richtet im Stadtteil sieben Kräuter-Zupfstellen ein, die vom Bezirksbeirat finanziell gefördert wurden.

Die ersten zwei wurden im Mai bereits neben dem Jugendhaus und im Garten der evangelischen Kirche aufgestellt, die anderen folgen in Kürze.

Dort darf sich jeder an Petersilie, Salbei, Rosmarin, Borretsch, Schnittlauch und Thymian bedienen. Gepflegt werden die Beete von den jeweiligen Einrichtungen oder engagierten Anwohnern.

Bei Fragen ist das Quartierbüro erreichbar unter 0621 788 9250.

Das Quartierbüro Schönau bietet außerdem weitere umweltpädagogische Projekte an, darunter einen Lerngarten und ein Gemeinschaftsfeld, in denen die Menschen aus der Nachbarschaft gemeinsam gärtnern können.

Darüber hinaus wurden Kartoffeln gepflanzt, Insektenhotels gebaut und Angebote für gesundes Kochen ins Leben gerufen. Es gibt eine enge Kooperation mit der Kirchengemeinde und den Schulen.

„Auf der Schönau leben viele Menschen am Existenzminimum und gerade gesunde Ernährung spielt oft eine untergeordnete Rolle", berichtet Christian Endres vom Quartierbüro Schönau der Caritas.

„Hier leisten wir in unserem Lerngarten, beim gemeinsamen Gärtnern auf dem Feld und in den Kochprojekten einen Beitrag und versuchen, den Kindern und Familien nahezubringen, wie lecker und preiswert gesunde Ernährung sein kann.“

Für Pastoralreferentin Paulina Scheffzek ist die Kooperation der unterschiedlichen Akteure im Stadtteil beispielhaft: „Sehr viele Menschen sind an diesem großen Projekt beteiligt; Kirche kommt hier so vor, wie ich sie mir wünsche.“

Das Quartierbüro Schönau wurde zusammen mit dem Quartierbüro Rheinau kürzlich mit dem zweiten Platz beim Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet.

Beide Büros, so das Preisgericht, tragen mit ihren Garten- und Umweltprojekten dazu bei, dass die Menschen in den Stadtteilen Natur erleben können und gleichzeitig neue Begegnungsorte entstehen. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro.