13. April 2022

Wo Leben beginnt

Küken auf einer Hand
Eine Hand voller Leben. Taubenzüchter Wolfgang Grams bei den Goggelrobbern hat an Preisen abgeräumt, was es so gibt: Europameister, Deutscher Meister und viele weitere Auszeichnungen. Foto: Paesler

Waldhof

Daniela Bissantz ist Zuchtbuchführerin beim Kleintierzuchtverein „Goggelrobber“ auf dem Waldhof. Sie kennt also die Tierbestände in ihrem Verein und meldet sie an den Verband. Kleintierzucht ist von Rückgang bedroht.

Das weiß man, weil es eben eine regelmäßige Erfassung der Zuchttierbestände gibt. Kleintierzucht bedeutet aktiven Tier- und Artenschutz. Das ist in der heutigen Zeit bedeutsam, in der nach Biodiversität gestrebt wird.

Bissantz selbst züchtet Kaninchen und hält daneben ein paar Hühner. Vergnügt erzählt sie, dass andere Vereinsmitglieder ihr ein bisschen „den Vogel zeigen“, weil sie etwas tut, das andere Züchter nicht tun: Ihre Tiere tragen alle einen Namen.

Jedes einzelne Tier ist ihr wichtiger als der korrekte Farbschlag, der bei einer Ausstellung Preise einbringt. „Wenn es mir mal nicht so gut geht, gehe ich zu meinen Tieren.“

Die Goggelrobber suchen überhaupt den Kontakt. Wenn jetzt Corona langsam zu Ende geht, können endlich wieder die beliebten Feste gefeiert werden.

So ein Fest wäre eine schöne Gelegenheit, Kleintierzüchter kennenzulernen. Es geht um Gemeinschaft und Zusammenhalt. Selbst wenn das Wort „klein“ im Vereinsnamen steht, geht es um Lebendiges, seinen Erhalt und seine Pflege, das ist immer etwas Großes.

Der Verein möchte auch gerne die Beziehung zu Menschen mit Behinderung weiter pflegen. „Tiere tun uns gut“, sagt Bissantz, davon kann auch jemand mit Handicap profitieren; dafür sind die Goggelrobber offen.

Dem Verein liegt es am Herzen, den nächsten Generationen die Liebe zu Tieren weiterzugeben. Wer ihn gerne kennenlernen möchte, kann sich über die Website informieren und dort auch eine Nachricht hinterlassen: www.ktzv-goggelrobber-1900.jimdofree.com.