29. August 2022

Mannheimer Pfennig

Mannheim

Der Mannheimer Pfennig und seine Verleihung ist eine Erinnerung an die Münzprägung auf der einstigen Zollburg Eichelsheim. Die Burg bestand weit vor der Zeit, in der Mannheim sein Stadtrecht erhielt. Sie wurde einst vollständig zerstört. Im Stadtteil Lindenhof erinnern noch heute die Eichelsheimer Straße und ein nachträglich errichteter Mauerrest mit Gedenktafel an das Gebäude, in dem auch mal ein Papst gefangen gehalten wurde. Auch von der Burgstraße in der Schwetzingerstadt wird gesagt, ihr Name gehe auf die Burg Eichelsheim zurück.

Der Freundeskreis des Stadtarchivs Marchivum zeichnet mit dem Mannheimer Pfennig Persönlichkeiten aus, die sich in hervorragender Weise um den Verein und das Archiv verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht der Preis an die Heinrich-Vetter-Stiftung mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Peter Frankenberg. Der 3. September ist der Geburtstag des ersten Mannheimer Stadtarchivars Dr. Friedrich Walter im Jahre 1870. Er erhielt 1900 den Auftrag, das städtische Archiv im Hinblick auf die 300-Jahr-Feier zu ordnen, und schrieb mit „Mannheim in Vergangenheit und Gegenwart“ eine repräsentative stadthistorische Darstellung, die bis heute Grundlage jeder Beschäftigung mit der Mannheimer Stadtgeschichte bleibt.

Der Festakt findet am Samstag, 3. September um 17.00 Uhr im Friedrich-Walter-Saal des Marchivums statt. Zusätzlich gibt es einen Livestream auf der Marchivum-Website www.marchivum.de – mit Festvortrag von Dr. Thomas Throckmorton zu „(M)archival Turn – über das neue Interesse an Archiven, ihrer Geschichte und gesellschaftlichen Rolle“.