23. Juni 2022

Interreligiöses Friedensgebet statt Meile der Religionen

Mannheim

Eine interreligiöse Begegnungsmöglichkeit im Herzen der Quadratestadt – das ist die Mannheimer Meile der Religionen, die das FORUM DER RELIGIONEN MANNHEIM für dieses Jahr geplant hatte.

Nun wird die Meile am Mittwoch, 29. Juni allerdings nicht in gewohnter Form stattfinden. Vielmehr laden die Vertreter der christlichen Kirchen, der Moscheegemeinden, der jüdischen Gemeinde und der alevitischen Gemeinde zu einem interreligiösen Friedensgebet um 18 Uhr auf dem Marktplatz Mannheim ein.

Nach der Zeit der sozialen Distanz während der Corona-Pandemie wuchs die Vorfreude auf eine 6. Meile der Religionen in Mannheim. Denn dieses Großereignis machte seit 2007 immer wieder die Vielfalt, Offenheit und Toleranz, die das religiöse und kulturelle Miteinander in der Quadratestadt prägen, sicht- und erlebbar.

In der konkreten Planung zeichnete sich nun allerdings ab, dass für viele Gemeinden eine Beteiligung an einer Großveranstaltung wie der Meile der Religionen aktuell nicht möglich ist. Wohl auch aus Zeitgründen hatten sich deutlich weniger Gemeinden als sonst angemeldet.

„Deshalb haben wir schweren Herzens entschieden, die Meile der Religionen abzusagen“, erklären die Sprecher des FORUM DER RELIGIONEN. „Doch wollen wir zur gleichen Zeit eine interreligiöse Begegnungsmöglichkeit auf dem Marktplatz schaffen.“

Angesichts des schrecklichen Krieges in der Ukraine und an anderen Orten dieser Welt findet nun zur „Meilen“-Zeit ein interreligiöses Friedensgebet statt.

Das Gebet wird mit jüdischer, christlicher, muslimischer und alevitischer Beteiligung mit Impulsen und Musik gestaltet und endet gegen 19 Uhr. Es soll eine Stärkung sein für das Miteinander der religiösen Gemeinschaften und für die Stadtgesellschaft.

Dazu wird es auch eine symbolische Stärkung geben. Wie auch zur „Meile der Religionen“ ist zu diesem interreligiösen Friedensgebet auf dem Mannheimer Marktplatz die ganze Stadtgesellschaft eingeladen.