11. Juli 2021

Pferdesegnung beim Reiter-Verein

Priester vor einem Pferd, weitere Personen
Möglich wird der besondere Gottesdienst seit 2012 durch die Kooperation von Ursulinen-Gymnasium, Katholischem Stadtdekanat und Reiter-Verein Mannheim. Foto: Kathma

Mannheim

Der Pferdesegnungsgottesdienst beim Reiter-Verein Mannheim rückt am Beispiel von Pony und Pferd alle Mitgeschöpfe des Menschen in den Mittelpunkt. "Sie sind Teil unserer Umwelt und Mitwelt", sagte Stadtdekan Karl Jung bei der Feier in der großen Reithalle auf dem Gelände des Gartenschauwegs am Luisenpark. 

Dieses besondere Miteinander aller Geschöpfe wurde für alle Mitfeiernden trotz Corona konformer großer Abstände deutlich spürbar. Zahlreiche Pferde und Ponys waren während der Feier mit in der Halle, und ein leises Schnauben, ein unruhiges Tänzeln und neugieriges Schnuppern lenkte immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Vierbeiner. Bei einem Impulstext und den Fürbitten kamen junge Menschen zu Wort, die sich mit dem Verein und den 65 Pferden und Ponys verbunden fühlen. Um eines der 25 Schulpferde des Vereins ging es konkret beim Gespräch zur Predigt, die ausgehend von der Arche Noah, die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier in dieser „zweiten Schöpfungserzählung“ im Buch Genesis thematisierte. Dazu plauderte Jung mit Dominique Gründler. Die begeisterte Reiterin hat quasi ihre Kindheit im Verein und mit dessen Pferden verbracht. Sie beschrieb für die Mitfeiernden Marus. Sie nennt ihn liebevoll „Herr Marus“, einen charakterstarken, „fast immer hungrigen“ und zu Späßen aufgelegten wunderbaren Lehrer. Der inzwischen 29-Jährige ist nach seinem langjährigen Dienst als Schulpferd inzwischen im Ruhestand auf einem Weideplatz, was er sichtlich genießt. Dieses Beispiel zeige deutlich, dass es ein echtes Miteinander mit diesen majestätischen, freundlichen, den Menschen zugewandten Vierbeinern gebe, so der Stadtdekan. Etwas, das auf Gegenseitigkeit beruhe. Grundvoraussetzung dafür sei "Mut zum Dienen".  Damit dieser gegenseitige Dienst von Mensch und Tier auch weiterhin unter Gottes Schutz steht, wurden Carlos, Rudi, Gina, Poldi und viele weitere Pferde, Ponys, ihre Pflegerinnen und Pfleger sowie Reiter und Reiterinnen aber dem einen oder anderen Hund nach dem Gottesdienst der Segen zugesprochen.