25. September 2017

Nikolas Löbel gewinnt Direktmandat in Mannheim

Wahlkrimi entschieden

Nikolas Löbel
Erste Worte des Dankes von Nikolas Löbel an Unterstützer, Wähler und insbesondere die Familie (rechts Mutter Monika Löbel). Foto: Warlich-Zink

Mannheim

„Ich hoffe noch, und solange ich hoffe, bin ich da“, so Direktmandatskandidat Stefan Rebmann am früheren Wahlabend zu den NAN. Als das Ergebnis später feststeht, ist außer Fahnen der Fans nichts mehr zu sehen. Und der SPD-Mann war nicht alleine. Im Laufe des Wahlkrimiabends leerte sich der Saal der Abendakademie zusehends, nachdem es stundenlang mehr als spannend war.

Am Ende entschied das Kopf-an-Kopf-Rennen um das Direktmandat Nikolas Löbel (CDU) mit 29,3 Prozent der Stimmen für sich. „Wir haben gewonnen, wenn auch knapp“, so Löbels erste Reaktion, der auch einer „bärenstarken Jungen Union“ dankte. Damit lag er knapp vor Rebmann, der 27,9 Prozent der Stimmen erreichte. Auf Dr. Gerhard Schick (Grüne) entfielen 13,1 Prozent der Stimmen und auf Gökay Akbulut (Linke) 7,4 Prozent. Damit gewann der 31-jährige Löbel zum ersten Mal das Direktmandat. Auch Schick und Akbulut kommen über die Landeslisten in den Bundestag. Robert Schmidt (AfD) erreichte 12,5 Prozent.

Die meisten Zweitstimmen entfielen in Mannheim auf die CDU. 27,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben für sie gestimmt. 2013 lag sie bei 35,1 Prozent. Die SPD erzielte 21,2 Prozent der Stimmen – 2013 waren es 27,5 Prozent. Drittstärkste Partei wurden mit 13,2 Prozent die Grünen, sie hatten 2013 11,1 Prozent erzielt. Die AfD erreichte 12,8 Prozent, vor vier Jahren waren es sechs Prozent. Die Linke erzielte 9,1 Prozent, sie hatte 2013 7,5 Prozent. Bei 144.071 Wählern hatte Nikolas Löbel am Ende mit lediglich 2.914 Stimmen die Nase vorn. Die Wahlbeteiligung lag bei 73 Prozent. Über 1.600 Wahlhelfer haben in 52 Wahlgebäuden die Stimmzettel von 153 Wahlbezirken und 45 Briefwahlbezirken ausgezählt. „Schlusslicht“ bei der Auszählung war übrigens der Waldhof.

Fazit: „Die SPD ist gut beraten, in die Opposition zu gehen, Wir sind abgestraft worden und das bedeutet Opposition, ob ich will oder nicht“, so Rebmann und ist dabei mit seinem ehemaligen Bundestagskollegen Thomas Oppermann einer Meinung, der sagte: „Der Platz der SPD ist in der Opposition“. Für den Bund ist jetzt sogar eine sogenannte Jamaika-Koalition (Schwarz-Gelb-Grün) denkbar. „Wir werden nur dann in eine Koalition einsteigen, wenn die Inhalte stimmen“, so Florian Kussmann von der FDP.

Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu der Wahl unter: Bundestagswahl 2017.