19. März 2018

Marchivum zählt über 13.000 Besucher am Tag der offenen Tür

Besucher
Am 18. März stand die Tür für alle offen. Foto: Seitz

Mannheim

Das Interesse war riesengroß, selbst Schnee und Kälte hielten niemanden ab, das Marchivum zu besuchen: Über 13.000 Menschen strömten am Sonntag, 18. März, zum Tag der offenen Tür in Mannheims neues Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung. Alle wollten nicht nur einen Blick in den umgebauten Bunker werfen, sondern auch den fantastischen Ausblick von den beiden obersten Stockwerken auf die verschneiten Dächer der Stadt genießen.

Die Gäste erwartete ein buntes Programm. Im Erdgeschoss zum Beispiel eine Ausstellung und Filmdokumente über den Bunker und seine wechselvolle Geschichte. In einem anderen Geschoss präsentierten sich die Einrichtungen des Marchivum, wie z.B. die Bild- und Filmsammlung, die historische Personenrecherche, die stadtgeschichtliche Forschung oder die Bauakteneinsicht. Im Digitalisierungszentrum konnten die Besucher sehen, wie großformatige Plakate oder dickleibige Bücher an hochmodernen Geräten gescannt werden. Auch Führungen durch das Magazin wurden angeboten. Im Lesesaal der stadtgeschichtlichen Forschung konnte in einer dreidimensionalen Bildschirmpräsentation ein virtuelles Buch durchgeblättert werden.

Vor allem die Kinder nutzten aber auch gerne das Glücksrad, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gab. DJ Sunflower unterhielt mit guter Musik, und auch für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt. Nur die reich bebilderte, kostenlose Einweihungsfestschrift war zum Bedauern Vieler dann doch rasch vergriffen. Daher wird sie bald möglichst als kostenloser Download auf der eigenen Homepage www.marchivum.de zur Verfügung gestellt. Die Begeisterung der Mannheimer Bevölkerung war derart groß, dass das Haus zudem 70 neue Mitglieder für den Freundeskreis gewinnen konnte.

Der Hausherr, Professor Dr. Ulrich Nieß, zeigt sich hocherfreut angesichts des großen Erfolgs: „Das Marchivum möchte ein lebendiges, offenes Haus sein. Die vielen Besucher zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Ab Dienstag, 20. März, geht es dann auch richtig los. Dann werden die Lesesäle mit ihrem Serviceangebot auch wieder für die Öffentlichkeit (Di, Mi, Fr 8-16 Uhr, Do 8-18 Uhr) zugänglich sein. Und ab Mittwoch, 21. März, werden kostenlos regelmäßig Führungen ab 17 Uhr angeboten. Die Termine können auf der Hompage des MARCHIVUM eingesehen werden.