24. August 2022

Großeinsatz Mühlauhafen

Mannheim

Auf einem Werksgelände im Mannheimer Mühlauhafen ist am Dienstagnachmittag Gefahrgut aus einem Seecontainer ausgetreten. In dem Container waren knapp 200 Fässer gelagert, die mit Hydrosulfit gefüllt sind. Dabei handelt es sich um ein Hilfsmittel für die Textilindustrie, das beispielsweise zum Bleichen verwendet wird. Aufgrund der Produkteigenschaften könnte es zu einer Selbstzersetzung des Produkts gekommen sein, bei der Schwefeldioxid und andere Schwefelsalze freigesetzt wurden. Dies verursachte zeitweise eine rund 150 Meter hohe Rauchwolke. Die genaue Ursache muss noch ermittelt werden.

Der Großeinsatz im Mannheimer Mühlauhafen dauert weiter an. Die Feuerwehrkräfte waren die ganze Nacht vor Ort, um den Container zu kühlen und die Lage stabil zu halten. Nach wie vor kann es vereinzelt zu Geruchsbelästigungen in den Stadtteilen Jungbusch, Innenstadt und Neckarstadt West kommen. Die Experten stimmten sich darüber ab, wie der Einsatz weitergeführt wird und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Die Feuerwehr hat über die Nacht weiterhin Luftmessungen durchgeführt. Dabei ergaben sich nach wie vor keine erhöhten Werte. Anwohner der betroffenen Stadtteile werden dennoch vorsichtshalber gebeten, Türen und Fenster weiterhin geschlossen zu halten. Es ist aber möglich, die Häuser zu verlassen.

Die Straßensperrungen sind fast alle wieder aufgehoben, lediglich die Güterhallen- und Werfthallenstraße in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes sind weiterhin gesperrt.

Bürger erhalten Informationen aktuell auf www.mannheim.de: Für Bürger ist nach wie vor das Bürgertelefon unter 0621 293 6370 erreichbar.