22. Juli 2022

Trauerfeier für diejenigen, die sonst keine hätten

Mannheim

Am 29. Juli findet in der Trauerhalle des Mannheimer Hauptfriedhofs wieder ein Gedenkgottesdienst für Verstorbenen statt, die ohne Trauerfeier bestattet wurden.

Diese Trauerfeier bieten Geistliche der Evangelischen und der Katholischen Kirche an, damit Menschen aus dem Umfeld der Verstorbenen die Möglichkeit haben, sich von diesen zu verabschieden.

Die Feier am Freitag, 29. Juli um 12 Uhr gestalten Pfarrerin Anne Ressel und ihr katholischer Kollege Diakon Christian Möhrs. 

„An der Seite der Menschen sein, sie begleiten in ihren Lebensstationen und im Tod, ist eine unserer Kernaufgaben als Kirche“, sagt Pfarrerin und Dekanstellvertreterin Anne Ressel.

„Dazu gehört, dass wir Trauernden die Möglichkeit und den Raum bieten, sich von Verstorbenen zu verabschieden“. Deshalb gestaltet sie gemeinsam mit einem katholischen Kollegen vier Mal im Jahr einen Gedenkgottesdienst für Verstorbene, für die es zuvor keine Trauerfeier gab.

Denn so können sich Familienmitglieder, Freund:innen, Nachbar:innen, Kolleg:innen und alle, die sich verabschieden möchten, zu deren Gedenken noch einmal versammeln. 

„Uns ist es wichtig, dass diese Menschen in Würde noch einmal mit Namen genannt werden und dass diejenigen, die die verstorbene Person jetzt vermissen, in einem würdevollen Rahmen Abschied nehmen können“, erläutert Pfarrerin Anne Ressel.

In jedem der Gottesdienste werden die Namen der Verstorbenen verlesen. Die Termine dieser Gedenkfeiern sind in den Gemeinden bekannt. So können Menschen aus dem Umfeld von Verstorbenen, die ohne Trauerfeier bestattet wurden, von diesem Gottesdienst erfahren. 

Wenn Nahestehende etwas über den Verstorbenen oder die Verstorbene im Gottesdienst einbringen möchten, können sie dies mit Pfarrerin Anne Ressel besprechen. Kontakt: E-Mail: anne.ressel@ekma.de 

Die nächsten Termine sind 28. Oktober und 10. Februar jeweils um 12 Uhr in der Trauerhalle, Hauptfriedhof Mannheim.