14. Januar 2022

Stadtschreiberin in Odessa

Neckarstadt

Ira Peter wurde in Kasachstan geboren als Kind von Menschen, deren Vorfahren aus Deutschland stammten. Ihre Großeltern waren deutsche Kolonisten in Wolhynien, Westukraine, und wurden 1936 nach Nordkasachstan deportiert. Seit 1992 lebt sie in Deutschland.

Seit vielen Jahren setzt sie sich mit russlanddeutschen Themen auseinander, zum Beispiel in ihrem Podcast „Steppenkinder“, den sie zusammen mit Edwin Warkentin betreibt.

Sehr differenziert setzt sie sich dort mit dem auseinander, was mit dem Wort „Russlanddeutsche“ umschrieben wird, und befragt dazu Betroffene und Fachexperten.

Auf diese Weise möchte sie zu einem ausgewogenen Bild der Deutschen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken in der Öffentlichkeit beitragen sowie Integration und Demokratie fördern. Zutage kommen so Geschehnisse, geschichtliche Ereignisse und Menschen mit persönlichen Schicksalen, allesamt zum Thema Migration – aus einem Blickwinkel, wie man ihn bisher selten geboten bekam.

Von Juni bis Oktober war Ira Peter Stadtschreiberin in Odessa. Auf der Website www.stadtschreiberin-odessa.de findet man Informationen über das Projekt und mehrere Texte Ira Peters, die sie in dieser Zeit (und danach) geschrieben hat.

In einer Lesung im Marchivum wird sie über ihre Erfahrungen als Stadtschreiberin berichten sowie Texte mit dem Schwerpunkt deutsche und jüdische Geschichte in der Region rund um Odessa lesen, die dort entstanden.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 19. Januar um 18.00 Uhr online auf www.marchivum.de statt. Sie wurde in Zusammenarbeit mit LeseZeichen organisiert, einer Initiative des Vereins Stadtbild Mannheim e.V. Der Stream wird eine Woche online zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen: www.russlanddeutsche.de/de/kulturreferat/projekte/steppenkinder-der-aussiedler-podcast.html