2. Oktober 2020

Rhein-Neckar-Löwen müssen weiterhin auf Publikum verzichten

leere Sitzplätze
Die Rhein-Neckar-Löwen müssen auch weiterhein vor leeren Rängen spielen. Foto: Binder

Mannheim

Die Stadt Mannheim hat einzelne Elemente des Hygienekonzepts der SAP Arena, welche die Platzierung von Zuschauern betreffen, vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Verordnungen abgelehnt. Dies hat zur Folge, dass vorerst vollständig auf Besucher verzichtet werden muss.

Auch für die Rhein-Neckar Löwen bedeutet dies, dass sie bis zu einer Änderung der Lage ihre Heimspiele ohne Publikum austragen müssen. „Das ist eine ganz, ganz bittere Nachricht für uns. Wir haben so sehr dafür gekämpft, wieder vor unseren Fans und Partnern spielen zu können“, kommentiert Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann die Entscheidung der zuständigen Behörde.

Ausschlaggebend für die Ablehnung ist laut Stadt die Tatsache, dass die behördlich erlaubten 20 Prozent Zuschauer-Kapazität nur dann Bestand haben, wenn gleichzeitig die Einhaltung eines Mindestabstands zwischen den Sitzplätzen von 1,5 Metern in alle Richtungen gewährleistet werden kann – ausgenommen hiervon sind natürlich die üblichen Corona-Regelungen zu Familien und Haushalten.

„Dieser Weg ist für die Arena nicht umsetzbar und bei Weitem nicht sinnvoll“, so Arena-Geschäftsführer Daniel Hopp. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr.“ Es sei enttäuschend, dass alternativ angebotene Maßnahmen rund um den umfassenden Schutz der Besucher nicht für ausreichend befunden wurden. Eine der geplanten Maßnahmen sah so beispielsweise vor, an die in kleinen Gruppen platzierten Zuschauer kostenfrei Masken der Schutzklasse FFP2 auszugeben.

Die Löwen lassen sich von dieser Entscheidung nicht entmutigen. Kettemann betont: „Wir werden weiter kämpfen und alles dafür tun, dass wir möglichst bald wieder vor möglichst vielen Zuschauern spielen können. Das hat absolute Priorität.“

Die SAP Arena arbeitet unter Hochdruck an einer Lösung. Hierzu befindet sich die Veranstaltungsstätte in einem intensivierten Austausch mit den zuständigen Behörden der Stadt Mannheim und des Landes. Ziel ist es nach wie vor, das Besucher- und Hygienekonzept dergestalt zu verändern, dass es eine Zustimmung der Stadt Mannheim zur Folge hat.

„Mit der neuesten Verordnung des Landes zu den geltenden Corona-Bestimmungen haben sich die Voraussetzungen für das Hygienekonzept grundlegend geändert“, erklärt Jennifer Kettemann den Hintergrund der Ablehnung. Zudem sei zu beachten, dass die behördlich erlaubten 20 Prozent Zuschauer-Kapazität immer in Relation zum Mindestabstand zwischen zwei Besuchern zu betrachten seien.

„Wenn wir 1,5 Meter Abstand zwischen den Besuchern einhalten müssen, kommen wir in der SAP Arena auf circa 1.100 erlaubte Zuschauer“, führt Kettemann aus. Nun gelte es, schnellst- und bestmöglich auf die veränderten Bestimmungen zu reagieren.