2. September 2022

Mühlauhafen: Lage geklärt

Symbolbild Container. Foto: Paesler

Mannheim

Die Lage im Mühlauhafen ist geklärt, alle Fässer wurden abtransportiert. Mit Umsicht und Geduld wurde vorgegangen, jetzt konnte der gefährliche Vorgang abgeschlossen werden. Wie es zu dem Gefahrgutaustritt kommen konnte, wird nach wie vor untersucht. In der heutigen Presseerklärung der Stadt heißt es dazu lapidar: „Die Ursachenermittlung läuft derzeit, weshalb hierzu keine Aussagen getroffen werden können.“ Am späten Donnerstagabend meldeten die Einsatzkräfte: Letztes Fass geborgen, Einsatz beendet. Die vor Ort verwendete Ausrüstung wurde abgebaut, der kontaminierte Container von einer Spezialfirma abtransportiert.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz lobte den Einsatz der Experten: „Alle Einsatzkräfte, die in den vergangenen zehn Tagen am Mühlauhafen im Einsatz waren, haben in dieser nicht alltäglichen Situation Herausragendes geleistet. Dank ihrer Arbeit konnten die Mannheimerinnen und Mannheimer in den angrenzenden Stadtteilen geschützt, die Lage stabil gehalten und damit Schlimmeres verhindert werden. Dafür gebührt ihnen mein tiefer Dank.“ Erster Bürgermeister Christian Specht: „Die reibungslose Zusammenarbeit insbesondere mit der Polizei, der BASF, der Hafengesellschaft, dem Terminalbetreiber Contargo, der Staatsanwaltschaft und dem LKA hat zu einem erfolgreichen Abschluss des Einsatzes und der Bergung der Fässer geführt.“

Specht bedankte sich auch für eine erfolgreiche Nachbarschaftshilfe. An der Kühlung und Öffnung des Containers sowie der Bergung der Fässer waren neben der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim auch die Werksfeuerwehr der BASF, die Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, das THW Mannheim, die Werksfeuerwehr des Karlsruher Instituts für Technologie, die Werksfeuerwehr Essity Mannheim, die Berufsfeuerwehr Heidelberg, mehrere Feuerwehren aus dem Rhein-Neckar-Kreis und Hessen sowie Rettungsdienste beteiligt. „Der schnelle und unkomplizierte Einsatz über die Stadtgrenzen hinaus unterstreicht, dass wir in der Metropolregion Rhein-Neckar gut vernetzt sind, uns auf die Unterstützung unserer Partner verlassen und Krisen managen können“, sagte Specht.

Bleibt noch eines: die Frage, wie es zu dem gefährlichen Unfall kommen konnte. Die Stadt macht zwar derzeit keine Aussagen darüber, verspricht jedoch: Nach dem erfolgreichen Ende des Einsatzes werde sich die Stadt Mannheim in der nächsten Zeit mit ihren Partnern zusammensetzen, um diesen Unfall zu analysieren und um Optimierungspotential auszuloten. „Über die Ergebnisse dieser Aufarbeitung werden wir berichten“, schließt die Pressemeldung.