22. Juli 2022

Nicht nur der Kopf bleibt kühl

Bild: Screenshot

Mannheim

Mannheim. Sich gewöhnen statt stöhnen. Es ist unbestritten, dass die ungewöhnliche Hitze, die wir derzeit erleben, gefährlich sein kann. Wir sind uns aber schon auch bewusst, dass wir jahrzehntelang in Europas Süden fuhren, um Sommer und Sonne satt zu suchen. Jetzt kommt beides durch den Klimawandel zu uns.

Eine Gefahr zu erkennen und zu benennen, ist eine Sache. Konkret dagegen etwas zu tun, sollte die Konsequenz sein. Mannheim tut das. Sogar die Süddeutsche berichtete darüber, dass Mannheim zu den deutschen Städten zählt, die Pläne gegen die Hitze schmieden. Das Ergebnis ist vorerst eine Broschüre, in der die Bürger konkrete Handlungsanleitungen finden, wie sie sich gegen Dauertemperaturen um die 30 Grad schützen können, damit sie keinen gesundheitlichen Schaden erleiden.

Die Broschüre „Kühle Tipps für heiße Sommertage“ ist kostenlos downloadbar von www.mannheim.de/hitzeschutz. Zusätzlich wird die Broschüre in den kommenden Wochen an verschiedenen Orten in Mannheim ausgelegt, so beispielsweise in verschiedenen Apotheken, Arztpraxen, Kirchen und sozialen Einrichtungen. Die Hitzebroschüre bildet, neben der erst kürzlich erstellten Karte der kühlen Orte (www.gis-mannheim.de/mannheim/index.php?service=kuehle_orte), einen Teil der übergreifenden Informationskampagne rund um das Thema. Bei der Erstellung der Hitzebroschüre handelt es sich um eine Teilmaßnahme des Hitzeaktionsplans, der im Rahmen des Konzepts zur „Anpassung an den Klimawandel in Mannheim“ erstellt wurde. Die Umsetzung der Maßnahmen des Hitzeaktionsplans erfolgt seit dem 1. Februar im Rahmen des BMBF-Förderprojektes SMARTilienceGoesLive.

Übrigens gibt es zwei Tipps, die so sehr mit gesundem Menschenverstand zu tun haben, dass wir dafür keinen Expertenrat brauchen: Bei großer Hitze erstens genug trinken und zweitens im Schatten bleiben. Nur als Beispiel: Wenn der Fußgängerüberweg in der prallen Sonne liegt, aber drei Meter dahinter ein Baum Schatten spendet, wartet man halt nicht am Straßenrand auf Grün, sondern drei Meter entfernt davon. Ist doch klar, oder?