16. Juli 2021

Ökumenische Hospizhilfe kooperiert mit Diako Mannheim

Ökumenische Hospizhilfe kooperiert mit Diako Mannheim

Fünf Personen im Garten der Ev. Kirche Mannheim
Jürgen Altmann, Josefine Lammer, Astrid Fehrenbach, Regina Hertlein und Michael Graf (von links) im Garten der Evangelischen Kirche Mannheim. Foto: DW/Lammer

Neckarau

Mit dem Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten zu bewahren und auch deren Angehörige und Familien in dieser schweren Zeit zu entlasten, haben das Diako Mannheim und der Ökumenische Hospizdienst von Caritas und Diakonie einen gemeinsamen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser wird das psychosoziale Begleitangebot für Menschen mit schweren und lebensverkürzenden Erkrankungen sowie den Kontakt zu deren An- und Zugehörigen weiter ausbauen, den Kontakt zwischen Klinik und ambulantem Hospizdienst stärken und institutionalisieren.

Bei einem gemeinsamen Termin zwischen Diako-Hausoberin Astrid Fehrenbach, Caritas-Vorstandsvorsitzender Regina Hertlein, Diakonie-Direktor Michael Graf, Josefine Lammer, Leiterin des Hospizdienstes, sowie dem Ehrenamtlichen Jürgen Altmann beschloss man die systematische Zusammenarbeit. „Wir sehen es wie eine Art Brücke zwischen den Institutionen, bei der der Mensch und seine Würde im Mittelpunkt des Geschehens stehen“, sagt Jessica Lammer. Der Kooperationsvertrag soll die hospizliche Haltung auch im Klinikbetrieb stärken. Veranstaltungen zum Thema Sterbekultur oder der Austausch zwischen dem Personal und Hospizdienst über mögliche Begleitung von Patienten durch Ehrenamtliche sollen laut Vereinbarung regelmäßig stattfinden. 

Jürgen Altmann sei einer der vierzig Ehrenamtlichen des Hospizdienstes, der seit sechs Jahren das Diako besuche, berichtet Lammer. Mit dem Diako bestehe bereits seit 2014 eine Enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. „Aufgrund der Erfahrung in unseren stationären Hospizen weiß ich, wie wertvoll ein kontinuierlicher ehrenamtlicher Dienst ist“, betont Regina Hertlein. Die Ehrenamtlichen lesen vor, unterhalten sich, schenken durch regelmäßige persönliche Besuche Mitmenschlichkeit und Zeit. Intensive Gespräche über den persönlichen Lebensentwurf oder das Thema Tod und was „danach“ kommen mag, gehören dazu. Ehrenamtliche würden dadurch nicht nur die Angehörigen entlasten, weil sie für den schwerstkranken Menschen da sind, sondern auch die Pflegekräfte.