5. Mai 2021

MVV wird Modellprojekt für Corona-Impfungen in Betrieben

Mannheim

Zu den zwölf weiteren Betrieben im Land, die voraussichtlich ab Mitte Mai einen Teil ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter impfen können, gehört auch die MVV Energie AG in Mannheim. In Absprache mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) hat das Ministerium für Soziales und Integration die Modellprojekte ausgewählt – eines aus jedem IHK-Bezirk.

Die Unternehmen gehören allesamt zur sogenannten kritischen Infrastruktur. Nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller ist dies „ein wichtiges Signal für den Start der Impfungen in Unternehmen und damit für die dritte Säule der Impfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie neben staatlichen Impfzentren und den Hausärzten.“

Müller sieht darin zugleich „eine hohe Auszeichnung für unser hervorragendes betriebsärztliches Team und unser betriebliches Gesundheitsmanagement.“ Die Modellunternehmen sollen bis zu 1.000 Impfdosen erhalten. Wie das Land weiter mitteilt, wird mit einem flächendeckenden Einstieg in das Impfen in Betrieben voraussichtlich im Juni begonnen.

Nach den Lieferprognosen von Herstellern und Bundesregierung sollen im Juni wöchentlich rund drei Millionen Impfdosen von Biontech für die niedergelassenen Praxen und Betriebsärzte zur Verfügung stehen. Lieferprognosen der übrigen Hersteller lägen aktuell noch nicht vor.

Interessierte Unternehmen könnten dann flächendeckend in die Impfungen ihrer Belegschaft einsteigen - wenn die Priorisierung aufgehoben wird, können sie nach und nach ihrer gesamten Belegschaft ein Impfangebot machen.

Gesundheitsminister Manne Luche sieht im Impfen im Betrieb einen wichtiger Baustein für die Zukunft, wenn tatsächlich routinemäßig ein- bis zweimal jährlich Auffrisch-Impfungen notwendig würden. „Wie heute schon bei der Grippeschutzimpfung werden die Betriebsärztinnen und -ärzte auch dann eine wichtige Säule der Corona-Impfungen sein“, so Lucha.

IHK-Hauptgeschäftsführer Schmalzl: „Über das Impfen in den Unternehmen können auch Zielgruppen erreicht werden, die bisher nicht sehr impfwillig sind.“