22. März 2022

Schönauer Adressen des Widerstands

Schönau

Straßen können sprechen. Sie erzählen Geschichten, denn ihre Namen sollen an etwas erinnern. Gut, bei Flüssenamen ist das weniger der Fall; nicht jede Moselstraße erzählt etwas über guten Wein und Winzer. Voller Bedeutung ist es jedoch, wenn die Namen von Personen der Geschichte auf den Straßenschildern stehen.

Die Schönau hat einige davon, und sicher wüsste nicht jeder Schönauer aus dem Stand zu sagen, wer Max-Winterhalter war oder Friedrich-Dürr, Ludwig-Neischwander und Paul-Schreck, und warum Straßen und Plätze des Stadtteils nach ihnen benannt sind.

Im Nordosten der Schönau drückt eine Reihe solcher Namen die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus, explizit des Mannheimer Arbeiterwiderstands. Straßennamen zählen zu den präsentesten Formen der Erinnerungskultur.

Sie flüstern, wispern, hauchen Ängste, Zorn, Hoffnung und zeugen vom unbändigen Willen, gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit aufzustehen.

Der Vortrag von Dr. Marco Brenneisen, Marchivum / KZ-Gedenkstätte Sandhofen zu Straßennamen, die an Mannheimer NS-Gegner erinnern - dem Schönauer „Taufbezirk Widerstandskämpfer“ informiert über Essenzielles und Wissenswertes, über Menschen und ihre Schicksale, die letztlich zu den Namensgebungen geführt haben.

Freitag, 1. April 19.00 Uhr, Siedlerheim-Schönau, Bromberger Baumgang 6. Ein Abend zum Thema „Schönauer Adressen des Widerstands“.