1. September 2022

Sandhofer Kerwe mit sehr gutem Zulauf

Die Kerweschlumbel lag beim Umzug in ihrem Wagen und war selig, dass wieder Kerwe war. Foto: Paesler

Sandhofen

Schon bei der Eröffnung mit dem Umzug am Samstagmittag, angeführt von der Kerwebagage, kamen die Kleinen groß raus. Da liefen die Bambini der SKV-Fußballer mit ihrem Betreuer mit. Eltern aktiv e.V., Kinderinitiative in Sandhofen und Scharhof, hatten eine ganze Reihe Spielzeugtraktoren organisiert, sodass viele Kinder die ganze Strecke mitfahren konnten. Angeführt wurde der Zug vom „Diesel Eicher“, einem Traktor mit Baujahr 1954 vom „1. Sandhofener Oldtimer & Traktorfreunde 2013 e.V.“. Die Aktiven der Jungen Gemeinde St. Bartholomäus liefen mit. Was hatten sie da im roten Wagen dabei? Eine Kelle ragte aus einem Suppentopf, war die Speisung der Kerwebesucher geplant? Viel lustiger, verriet uns Marius Schmitt. Im Topf befand sich Caipi-Bowle und jeder Mitwandernde der Gruppe schlürfte davon aus seinem Becher.

Die Kerweschlumbel lag selig in ihrem Wagen und schaute mit entrücktem Blick auf den über ihr hin und her baumelnden Kerwekranz. Hatte sie auch schon einen hinter die Binde gekippt? Mit im Zug liefen noch Abordnungen des Männergesangvereins und des Ring- und Stemmclubs Eiche Sandhofen. Am Denkmal wurden alle begrüßt mit heiterer Musik vom Leierkastenmann. Der ganze Kreisel war bereits voll mit Menschen. Jürgen E. Wolf, erster Vorsitzender der Bürgervereinigung, begrüßte die Gekommenen, Bernd Mechnig-Diehl wurde die Sandhofer Ehrenmedaille in Silber mit Urkunde für seine Verdienste verliehen (über 30 Jahre Kerwe!), und Uwe Mauch, erster Vorsitzender des Kerwevereins, sprach sein Grußwort mit einem Rückblick auf die Jahre, in denen coronabedingt das Fest hatte ausfallen müssen.

Natürlich war der Stich das Zentrum des Festgeschehens. Im wahrsten Sinne des Wortes spielte hier die Musik; das war sogar beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen so. Thema war: „Schau, ein Mensch!“ Unter anderem wurde auch das moderne geistliche Lied „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu“ des Journalisten, Buchautors und Liedermachers Jürgen Werth gesungen. Ein geniales Lied inmitten schöner klassischer Choräle. Die passende Aussage in der Predigt hierzu: „Schau, da sitzt ein Mensch, direkt dir gegenüber“ – eine Aufforderung, beim Fest im Stadtteil miteinander in Kontakt zu treten.

Die Kerwemeile war gut besucht. Leute trafen einander, standen in großen Gruppen zusammen, umarmten sich, erzählten und lachten. In der Kalthorststraße am Stand des Rhein-Neckar-Theaters hatten sich die Schlagertanten eingefunden. Sie agierten gar nicht auf der kleinen Bühne, sie standen mitten auf der Straße, die Zuschauer im engen Kreis um sie, es war kaum ein Durchkommen.

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