21. Dezember 2020

„Niemand ist zu alt für einen Adventskalender“

Adventskalender
Pastoralreferentin Paulina Scheffzek und Leiterin des Caritas-Zentrums „Guter Hirte“, Simona Abel, haben die Übergabe des Adventskalenders von Schülern der Waldschule für die Bewohner- und -innen des Caritas-Pflegezentrums „Guter Hirte“ organisiert. Foto:

Schönau

Es sind zwei geschmückte Leitern, die es „an“ sich haben: Unter dem Motto „Adventsfreude für Groß und Klein“, haben rund 40 Schüler der 9. und 10. Klasse der Waldschule (Gartenstadt) mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen einen Adventskalender für das Caritas-Zentrum „Guter Hirte“ auf der Schönau gestaltet.

„Dieses Jahr sind es richtig, richtig tolle Adventskalender für unser Zentrum“, freut sich Simona Abel, Leiterin der Einrichtung, über die beiden Leitern, die mit bunten Schriftrollen und Geschenken – darunter bemalte Tassen, selbst genähte Kissen, Liedern, Gedichten, verzierten Karten und vielem mehr – geschmückt sind.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten die Schüler ihre Arbeiten leider nicht, wie eigentlich geplant, gemeinsam überreichen. Aber sie erhielten ein Video, mit dem sich die Bewohner bei ihnen bedankten. „Wenn man sieht, wie die Menschen sich über unsere Arbeiten freuen, wird man ganz glücklich“, stellte eine Schülerin gegenüber ihrer Lehrerin, Paulina Scheffzek, fest.

Die Pastoralreferentin in der Kirchengemeinde Mannheim Nord hatte im Fach Religion die Aktion zusammen mit ihrem evangelischen Kollegen Ralph Schmidhuber initiiert. „Christliche Werte kann man nicht nur in der Theorie vermitteln“ ist Scheffzek überzeugt.

Als Vorbild und Inspiration für Solidarität diente den Pädagogen die Figur des heiligen Nikolaus, eines wahren Wohltäters. Durch das Projekt lernten die Schüler, Nächstenliebe auch im Kleinen zu leben. Sie erfuhren viel über die Lebensumstände von Senioren.

Beispielsweise die Krankheit Demenz, die häufig ältere Menschen ereilt. Vieles aus der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit ist schnell vergessen. Erinnerungen aus der Kindheit, wie Lieder und Gesänge, sind dagegen noch fest im Gedächtnis verankert.

Auch die Schüler selbst wurden gestärkt. Sie empfanden die Wertschätzung der Heimbewohner, denn sie erlebten, was ihre Geschenke bewirkt haben, beschreibt Paulina Scheffzek das gegenseitig gewachsene Verstehen als Geben und Nehmen. Mit der Überzeugung, dass niemand zu alt ist für einen Adventskalender wuchs denn auch die Vorfreude auf Weihnachten. „Und diese Freude steckt an“, unterstreicht die Theologin.