14. März 2022

Geschichte(n) des Hinteren Riedwegs

alte Gebäude
Die „Benzbaracken“ in der Nachkriegszeit. Bild: Marchivum

Waldhof

Man sucht den Straßennamen „Hinterer Riedweg“ auf Mannheims Stadtkarte vergeblich. Durch eine Umbenennung handelt es sich heute um ein Stück der Straße „Zäher Wille“ in der Nähe der Oberen Riedstraße. Aber das alles spielt eine untergeordnete Rolle, denn die Siedlung kannte man einfach als die „Benzbaracken“.

Das Marchivum lädt ein zu einem Podiumsgespräch, bei dem das vermutlich bekannteste Armenviertel Mannheims aus der Nachkriegszeit im Mittelpunkt steht. In einem Artikel der ZEIT von 1968 wurden die Menschen dort „Barackler“ genannt. Aber viele Mannheimer wissen nichts oder kaum mehr etwas zu sagen über die Siedlung und die Menschen, die dort lebten.

Auf dem Podium sitzen Philipp Breitenreicher, Christa Krieger, Charly Graf und Jutta K. Die Moderation liegt bei Martin Willig, Streetworker vom Fanprojekt Mannheim beim Sportkreis Mannheim e.V. Willig ist Waldhofer und Waldhof-Fan und wurde vergangenes Jahr mit dem liebevollen Preis „Barackler des Jahres“ geehrt; den oben genannten Begriff gibt es also noch.

Die Veranstaltung will ein Stück Armutsgeschichte beleuchten und das Lebensgefühl der damaligen Siedlung transportieren.

Mittwoch, 16. März, 18.00 Uhr im Marchivum, Friedrich-Walter-Saal (6. OG). Die Veranstaltung kann auch im Livestream verfolgt werden auf www.marchivum.de.