19. April 2022

Generell geboten

Plakat zum Waldbrand
Von März bis Oktober gibt es im Wald ein striktes Feuerverbot. Foto: Paesler

Mannheim

Von März bis Oktober gibt es im Wald ein generelles Verbot, das jedermann sich hinter die Ohren schreiben sollte: Feuer. Das meint jede Art von offener Hitze, also auch die Zigarette. So bestimmt es das Landeswaldgesetz.

Der Waldweg sei doch breit, ist also kein Argument, das Verbot ist absolut. Es betrifft auch Autos beziehungsweise die Hitze, die von ihnen ausgeht.

Motorisierte Fahrzeuge müssen unbedingt auf befestigten Plätzen abgestellt werden, also auf Asphalt oder Schotter. Trockenes Laub oder Gras kann sich durch heiße Autoteile entzünden.

Also: Rauchen ist im Wald vorerst bis zum 31. Oktober generell nicht erlaubt, da braucht man gar nicht nachdenken, ob es vielleicht Ausnahmen gäbe. Abstufungen gibt es nur auf ausgewiesenen Grillflächen.

Ab Stufe vier des Waldbrandgefahrenindex (WBI) ordnet die Untere Forstbehörde der Stadt nämlich die Sperrung auch der gekennzeichneten Grillplätze und Feuerstellen im Wald an (Paragraph 38 Abs. 1 Landeswaldgesetz). Damit darf dort weder ein Feuer entzündet noch unterhalten werden.

Die Sperrung bleibt aufrecht erhalten, solange die Gefährdungsstufe 4 oder 5 mindestens an einem der fünf Prognosetage des Deutschen Wetterdienstes gemeldet ist. Bei Stufe eins bis drei darf auf den ausgewiesenen Stellen der Grillplätze gegrillt werden, aber eben nur dort.

Noch zwei weitere Hinweise sind wichtig: Im Notfall müssen Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge schnell in den Wald kommen. Deshalb müssen Schranken und Wege unbedingt freigehalten werden.

Weggeworfene Glasflaschen können in Verbindung mit Sonnenlicht Waldbrände auslösen, da sie wie ein Brennglas wirken. Die Stadt Mannheim bittet alle, die sich im Wald aufhalten, eindringlich um besonders umsichtiges Verhalten.

Auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes kann man sich über die aktuelle Gefahrenstufe informieren: www.dwd.de/waldbrand.