25. Mai 2022

Forum Franklin feierlich eröffnet

Mann und Frau bei einer Eröffnung
OB Dr. Peter Kurz überreichte Gisela Wittemann ein Bild der Stadt Mannheim. Foto: Seitz

Mannheim

Mit dem neuen Forum Franklin schafft die Freireligiöse Gemeinde Mannheim ein lebendiges Zentrum für die ganze Stadt. Unter einem Dach befinden sich Kindertagesstätte, Schulkindbetreuung, seniorengerechtes Wohnen und Pflegeheim sowie eine Beratungsstelle für Migration.

Verbunden mit der offiziellen Eröffnung war die Feier zum 177-jährigen Bestehen der Gemeinde, die ihr rundes Jubiläum 2020 pandemiebedingt nicht begehen konnte.

Gisela Wittemann, die im April dieses Jahres zur neuen Gemeindevorsitzenden gewählt wurde, begrüßte zahlreiche Vertreter aus Politik und Sozialverbänden. Der Name „Forum“, lateinisch für Marktplatz, bezeichne einen Mittelpunkt des öffentlichen Lebens, an dem sich Menschen der Stadtgesellschaft begegnen.

Mit „Franklin“ erinnere man an den Namensgeber des Quartiers und Freigeist Benjamin Franklin, der zu den Gründervätern der Vereinigten Staaten zählt.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz unterstrich die große Bedeutung des Forums für den neu entstehenden Stadtteil, das diesen nicht nur städtebaulich, sondern vor allem im Hinblick auf soziale Angebote und humanistische Haltung prägen werde.

Er erinnerte an den 2020 verstorbenen Stadtrat und Landesvorsitzenden der Freireligiösen Gemeinde Roland Weiß, der dieses Projekt "in ganz besonderer Weise vorangetrieben hat“.

Der Historiker Michael Caroli bezeichnete die Eröffnung des Forum Franklin als neues Kapitel in der bewegten Geschichte der Gemeinde, die 1845 in Mannheim begann.

Neben den ehemaligen Oberbürgermeistern Hermann Heimerich und Ludwig Ratzel gehörten auch die Stadträte Lilli Gräber und Willi Kirsch der Freireligiösen Gemeinde an. Die ehemalige Gemeindevorsitzende und Predigerin Ute Kränzlein schilderte den aufregenden Werdegang von einem Erdhügel zum fertigen Forum.

30 Jahre war die Gemeinde auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, das zunächst für einen Ersatz des 1955 errichteten Karl-Weiß-Heims benötigt wurde. Dessen Bewohner konnten bereits im November 2021 in den Neubau einziehen, der sich in Trägerschaft des Freireligiösen Wohlfahrtsverband Baden befindet.

Max Wäldele, Sprecher der Freireligiösen Gemeinde Baden, erklärte, warum das Zerschneiden eines roten Bandes nicht zum Selbstverständnis der Gemeinschaft passe. Daher feierte man die Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür für alle Bürgerinnen und Bürger.

Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in den Mannheimer Stadtteil-Nachrichten vom 10. Juni.