10. Mai 2022

„Das Leben ist wertvoll und dann kommt lange nichts“

Porträt einer Frau
Pfarrerin Karin Lackus geht in den Ruhestand. Foto: priovat

Almenhof

Nach zuletzt mehr als zehn Jahren in der Krankenhausseelsorge geht Pfarrerin Karin Lackus nun in den Ruhestand. Am Samstag, 14. Mai um 15 Uhr findet ihre Verabschiedung in der Lukaskirche, Almenhof, statt. An den Gottesdienst schließt sich ein Fest an.

"Karin Lackus ist eine Brückenbauerin“, sagt Dekanstellvertereterin Anne Ressel, „durch sie entstanden Verbindungen zwischen Krankenhaus und umliegenden Gemeinden, jungen und alten Menschen. Leben und Sterben wurden zusammengedacht."

Sie gehört fest in die Landschaft des Diakonissenkrankenhauses und der Palliativ-Thematik: Seit 2009 wirkt Pfarrerin Karin Lackus in der Krankenhausseelsorge. Seit letztem Jahr publiziert sie regelmäßig in der Zeitschrift „chrismon“.

Seit kurzem schreibt sie dort auch in dem Blog „Krankenstand“ unter anderem über das Gesundheitswesen, die Sterbehilfedebatte, Patientenrechte, Patente, Heilungsgeschichten und Impfgerechtigkeit.

Denn als Seelsorgerin und Krebspatientin kennt Pfarrerin Karin Lackus den medizinischen Alltag aus sehr unterschiedlichen Perspektiven.

Selbst schwer erkrankt geht sie nun in den vorgezogenen Ruhestand. Unzähligen ist sie durch ihre Tätigkeit im Diakonissenkrankenhaus bekannt. Auch mit den dortigen Gottesdiensten wollte Pfarrerin Lackus eine Verbindung schaffen zwischen Kirche innerhalb und außerhalb des Krankenhauses. 

Doch zum Leben gehört auch das Sterben. Der Enttabuisierung dieses Themas widmet sich Pfarrerin Karin Lackus seit langem. Über die „Geschichten am Ende des Lebens“ hatte sie 2016 mit ihrer Heidelberger Kollegin Pfarrerin Christiane Bindseil das Buch „Mir geht es gut, ich sterbe gerade“ publiziert.

Bei ihrer Verabschiedung wird ihr die Musik eine besondere Freude sein. Denn die leidenschaftliche Geigerin ist Mitglied im Händel-Orchester Mannheim.