17. Dezember 2020

Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet auch in Friedrichsfeld

Pfadfinder mit Friedenslicht
Unter Einhaltung der Abstandsregeln wurde das Friedenslicht am Goetheplatz verteilt. Foto: zg

Friedrichsfeld

Eine kleine Flamme mit großer Symbolkraft erreichte Mannheim und auch Friedrichsfeld am 13. Dezember – das „Friedenslicht aus Betlehem“. Möglich machten das unter Corona-Bedingungen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Auf einen offiziellen  Aussendungsgottesdienst, der sonst immer in der Jugendkirche Samuel  gemeinsam mit der Moschee stattfand, wurde in diesem Jahr  verzichtet.

Stattdessen hatten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter anderem in Friedrichsfeld eine dezentrale Verteilung am Goetheplatz sowie in Seckenheim im Horst Schroff-Senioren Pflege Zentrum organisiert und dort an Passanten unter Einhaltung der Abstandregeln weitergegeben.

Es ist ein schönes und Hoffnung bringendes Zeichen, wenn eine Flamme um die Welt geht und so viele Häuser erleuchtet.

„Das Coronavirus hat uns aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht sind“, betonen Eberhard Reinmuth; Landesjugendreferent des Verbandes Christlicher Pfadfinder (VCP) in der Evangelischen Landeskirche in Baden und Christian Müller, Kurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG).

„Frieden überwindet Grenzen“ lautet das Motto der Friedenslichtaktion 2020. Die Weitergabe des Lichts, das jedes Jahr im November von einem Kind an der Flamme in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und in alle Welt verteilt wird, brachten Jugendliche dieses Jahr am dritten Advent an fünf badische Orte – darunter Mannheim

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi. Das Licht aus der Geburtsstadt Jesu ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Es wird an alle Menschen verteilt, die sich Frieden wünschen.

Rund 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland setzen mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem ab dem 3. Advent ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung sowie gegen Rassismus.