30. Januar 2020

Die Seckenheim-Rheinau-Nachrichten beim Live-Sägen mit Jochen Liebrich

Holzschnitzer bei der Arbeit
Jochen Liebrich bei der Arbeit. Foto: Warlich-Zink

Seckenheim

An Baumstümpfen kommt Jochen Liebrich irgendwie nicht vorbei. Die Exemplare, die die Stadt immer wieder an der Seckenheimer Randerschließungsstraße stehen lässt, sind für ihn daher Versuchung pur.

Und so entstanden binnen kürzester Zeit zwei niedliche Erdmännchen. Liebrich ist auch Schöpfer des Maulwurfs auf dem Spielplatz in der Rastatter Straße.

Doch begonnen hat die Holzschnitzerei mit der Kettensäge letztes Jahr mit dem Bär auf dem Kreisel in Höhe des Wasserturms. Dass man sich nach dessen Abbau durch die Stadt so um den Verbleib der Holzfigur sorgte, hat ihn zwar gefreut. „Das zeigt ja, dass es die Menschen irgendwie berührt“, sagt er.

Der anschließende Hype, wer den Bär denn nun gerettet hat und ob die Stadt ihn hätte mitnehmen dürfen, war ihm dann aber doch zu viel, und er wollte nicht öffentlich in Erscheinung treten. „Denn ich mache das aus reinem Spaß und will den Leuten eine Freude machen“, sagt er.

Eine kommerzielle Absicht oder gar politische Botschaft verbindet er mit seinem Hobby nicht. Viel lieber lässt er die Objekte für sich sprechen. Und er ist sich bewusst dass er sich mit seinen künstlerischen Aktivitäten im öffentlichen Raum bewegt. „Solange ich freundlich geduldet bin, mache ich weiter“, sagt er.

Dass Seckenheim-Rheinau-Redakteurin Heike Warlich-Zink ihm jetzt bei einem Live-Sägen direkt über die Schulter schauen konnte, ist wie so oft im Leben einem Zufall zu verdanken.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe der SRN vom 31. Januar.