8. April 2020

Das kommt mir gerne in die Tüte

zwei Frauen mit Brottüten
Die Pfarrerinnen Christine Hoffmann (li) und Rebekka Langpape vor der Dreifaltigkeitskirche in Sandhofen – mit Brottüten für Gründonnerstag. Foto: privat

Sandhofen

An Gründonnerstag gemeinsam im Gottesdienst das Abendmahl feiern ist Ostern 2020 nicht möglich. Deshalb packen die Dreieinigkeitsgemeinde in Sandhofen, die Feudenheimgemeinde und die Johannisgemeinde in Lindenhof für ihre Gemeindemitglieder Brottüten zum Mitnehmen oder zum Hinbringen.

Das Bedürfnis, analog zu erleben und Rituale real gestalten zu können, ist groß. Die vielen Brottüten, die in der Dreieinigkeits-, in der Johannis- und in der Feudenheimgemeinde gepackt und an die Menschen verteilt werden, verbinden diese miteinander. So entsteht eine Gemeinschaft in der Abgeschiedenheit.

In der Johanniskirche im Stadtteil Lindenhof, stehen die Brottüten zu Gründonnerstag als Impuls für den Abendbrot-Tisch zuhause ab Mittwochvormittag bereit. Mit dabei auch ein Bibelglückskeks, der mittendrin ein Wort von Gott hat.

Die Tüten können in der täglich von 9 bis 19 Uhr für das stille Gebet geöffneten Johanniskirche abgeholt werden. So lange der Vorrat reicht, werden Brottüten auch nach Hause gebracht.

Wer sie gebracht bekommen möchte, kann sich melden per E-Mail unter johannisgemeinde@ekma.de oder telefonisch unter 0621-824074.

Mit ähnlichem Inhalt können ab Donnerstagnachmittag an der Epiphaniaskirche „Brot+Wunder-Tüten“ mitgenommen werden, die Mitglieder der Feudenheimgemeinde gepackt haben.

Auch in der Dreifaltigkeitskirche in Sandhofen stehen Brottüten seit Montag bereit. „Wir erhalten viel positive Resonanz auf dieses Projekt“, sagt Pfarrerin Christine Hoffmann, die gemeinsam mit Pfarrerin Rebekka Langpape in der Dreieinigkeitsgemeinde wirkt.

Aus ihrer Vikariatszeit in der CityGemeinde Hafen-Konkordien, wo sie auch in der Mannheimer Vesperkirche mitarbeitetet, sei ihr das Packen von Tüten bestens vertraut, schmunzelt Christine Hoffmann. Für Gründonnerstag sind nun zwei Teelichter, ein einzeln verpacktes Brötchen, Traubensaft und Gebete in der Tüte.

Diese können sich Gemeindemitglieder abholen und auch Nachbarn mitbringen. „So können wir am Gründonnerstag ein gemeinsames Abendmahl auf Distanz und doch verbunden miteinander feiern“ sagt Christine Hoffmann.