23. Januar 2020

Winterlichter laden ein in den Luisenpark

Oststadt

Im vergangenen Jahr gab es mit 56 500 Besuchern so viele wie noch nie in den vorangegangenen vier Jahren. Ob er in diesem Jahr gebrochen wird, das wird sich noch zeigen. Tatsache ist aber, dass Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld zusammen mit seinem Partner Reinhard Hartleif wieder alles gegeben haben, um den Luisenpark wenn es dunkel wird in ganz besonderem Licht erstrahlen zu lassen. 

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass die beiden im Februar beim German Design Award in Frankfurt für ihre „Lichtarchitektur“ ausgezeichnet werden. So hat der Luisenpark also ganz ausgezeichnete Licht-Designer.

Diese ausgezeichnete Kreativität macht sich natürlich bemerkbar, denn Flammersfeld und sein Partner haben viele neue Lichtbilder entworfen, die perfekt zum Luisenpark passen. Wie etwa die Pinguin-Parade, die zudem eine kleine Besonderheit aufweist. Was das ist, das müssen die Besucher schon selbst herausfinden.

Außerdem bietet der Park mit seinen  Wasserflächen ideale Bedingungen für Spiegelungen. Zum einen natürlich die große Wasserwand mit ständig wechselnden Bildern, die sich im Kutzerweiher wiederspiegeln. Aber auch kleinere „Lichtarrangements“ an den Ausläufern des Weihers lassen die Besucher staunen.

Übrigens, auch wer im letzten Jahr hier war wird sich in diesem Jahr nicht langweilen, denn Rolf Flammersfeld lässt sich immer wieder etwas Neues für den Park einfallen. Zum einen  nutzt er dabei natürlich die Vielfalt an Bäumen und Sträuchern, die immer wieder besonders angestrahlt werden und so in neuem „Licht“-Glanz erstrahlen.

Teilweise sind es aber auch Gebilde, die Flammersfeld vorzugsweise aus Polyäthylen herstellt, die im Dunkel einen besonderen Reiz entwickeln. Die „Lichtroute“ beginnt direkt beim Haupteingang, führt dann links nach der Wiese über den Skulpturenweg, am Burgspielplatz vorbei und nach dem Erscheinen der „Drei Gesichter“ ist man auch schon bei der bereits erwähnten Pinguin-Parade angekommen.

Bevor man dann über den linken Schenkel der Doppelbrücke weitergeht, tauchen „Bunte Schatten“ auf. In Richtung Klangoase geht es dann weiter zu den „Aliens“, vorbei an den „Tubular Lights“ hin zu „Glow in the Dark“. Über die Dschungelbrücke gelangt man zu „Augenschein“, „Hydroschild“ und den „Leuchtenden Bienchen“ an der Weinlaubbrücke.

Aus dem Kutzerweiher grüßt noch die „Water Woman“ herüber ehe dann die Lichterreise in der Nähe der Eulengehege endet. Natürlich wurde auch an eine Stärkung gedacht. Die findet man wieder in vielfältiger Form auf der Hälfte der Wegstrecke.

Natürlich hat Flammersfeld auch in diesem Jahr wieder besondere Effekte eingebaut. So werden Mönche nicht nur mystisch von Nebel umwabert, es gibt dazu auch die passende Musik vom Band. Und bei der Weinstube gibt es eigens zum Beethovenjahr auch Musik des großen Komponisten.

Kurz danach erscheint der Weg in Wellenlinien und erweckt den Anschein, er würde sich auflösen. Doch keine Angst, auch hier kann man vollkommen unbeschadet weiterlaufen um dann zum Abschluss noch herrlich angestrahlte Gräser zu bewundern.

Und wer jetzt näheres zur Entstehung der vielen fantasievollen Lichtbilder erfahren möchte, für den gibt es gute Nachrichten: In diesem Jahr wird es die geführten Lichterrundgänge „Walk the light“ wegen der großen Nachfrage im vergangenen Jahr an drei Tagen der Woche, nämlich Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils um 19 Uhr geben.

Die Winterlichter laden noch bis 23. Februar Sonntag bis Donnerstag von 18 bis 21 Uhr und Freitag und Samstag von 18 bis 22 Uhr ein. Einlass ist ab 16.30 Uhr am Haupteingang und am Eingang Fernmeldeturm.