14. Mai 2020

Insektenhotel hat wieder geöffnet

Insektenhotel im Park
Die Beherbergungsbetriebe müssen noch geschlossen bleiben, nicht jedoch das Insektenhotel. Foto: Warlich-Zink

Oststadt

„Froh, einfach wieder raus zu können“, so oder so ähnlich äußerten sich die Besucher, die die MSN wenige Tage nach Wiedereröffnung der Stadtparks im Luisenpark antreffen.

Froh sind auch die Mitarbeiter, endlich wieder Menschen im Park zu sehen. „Weil es ja das ist, wofür wir alle arbeiten“, sagt Joachim Költzsch. Der Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH zeigte sich aufgrund der Erfahrungen der ersten Tage auch optimistisch, was das Arbeiten mit der Besucherobergrenze angeht.

Maximal 4.500 Personen dürfen sich auf einmal im Park aufhalten. Kündigt es sich an, dass das Limit in Kürze erreicht sein wird, wird dies auf der Homepage und in den Sozialen Medien publiziert. Dann würde der Park vorübergehend geschlossen, bis eine ausreichende Anzahl an Besuchern ihn wieder verlassen hat.

In den ersten Tagen waren durchschnittlich 2000 Besucher pro Tag gleichzeitig unterwegs. Nicht in allen Bereichen, denn das Areal am Pflanzenschauhaus ist ebenso noch gesperrt wie einige Wege.

Offen sind alle Spielplätze, abgesehen vom Wasserspielplatz. Das jedoch nicht wegen Corona, sondern weil noch keine Saison. Wie viele Kinder auf dem jeweiligen Spielplatz sein dürfen, haben die Mitarbeiter anhand der Vorgabe der Stadt (ein Kind pro zehn Quadratmeter) ausgerechnet und auf Hinweisschildern veröffentlicht, sodass die Eltern relativ schnell erkennen, ob für ihre Sprösslinge noch ein Plätzchen frei ist.

Die Pfingstrosen blühen, die Bäume stehen in saftigem Grün – die Natur hat sich von der Zwangspause nicht aufhalten lassen, und die Gärtner haben in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet, damit der Park sich mit dem Tag der Öffnung am 6. Mai in voller Schönheit präsentiert.

Auch die Tiere scheinen sich zu freuen. „Als ich am ersten Tag durchgelaufen bin und beim Nasenbär vorbeikam, stand der mit allen vieren aufrecht am Gehege. So habe ich das sonst so scheue Tier noch nie erlebt“, berichtet Költzsch eine kleine Anekdote.