9. Januar 2018

Zabbe übernehmen Rathausmacht

Fastnachter auf Bühne
Die Narren haben nun die Macht über das Rathaus. Foto: Schatz

Seckenheim

Im SV-Vereinshaus konnte IG-Vorsitzender Jürgen Zink viele Gäste zum Bürgerempfang begrüßen. Nachdem die Stadt Mannheim sich aus dieser traditionellen Veranstaltung, die Zabbe-Ehrenpräsident Heiner Kraus zusammen mit Helmut Rolli 1979 ins Leben gerufen hatte, zurückgezogen hat, laden die Interessengemeinschaft zusammen mit den Zabbe-Fastnachtern dazu ein.

Und wieder einmal war der Saal gut gefüllt, als der Friedrichsfelder Musikverein unter der Leitung von Anna Peschel musikalisch auf den Empfang einstimmte. Mit lauten Ahoi-Rufen marschierte dann auch das Prinzenpaar Alexander II. von der Zabbe-Bar und Angelina I. von Verkehr und Transport, begleitet vom Elferrat, in den Saal ein.

Nachdem Jürgen Zink kurz die Aufgaben der IG umrissen hatte gab es einen Jahresrückblick, den er eigentlich kurz halten wollte. Aber die Aktivitäten in Seckenheim waren so vielfältig, dass er doch wieder etwas länger wurde.

Er machte auch seinem Unmut darüber Luft, dass im Jahresrückblick der großen Mannheimer Tageszeitung manches einfach nicht richtig dargestellt wurde.

Die Grüße des Oberbürgermeisters und des Gemeinderates überbrachte der in Seckenheim aufgewachsene Bundestagsabgeordnete und CDU-Stadtrat Nikolas Löbel. Neben den Wünschen für ein gutes Neues Jahr wünschte er sich vor allem zwei Dinge, nämlich, dass Seckenheim den Planken-Kiosk bekommt und Deutschland eine stabile Regierung.

Außerdem lobte er das ehrenamtliche Engagement der Bürgergemeinschaft. Das solle man auch beibehalten, damit Seckenheim weiterhin lebens- und liebenswert bleibe.

Zabbe-Präsident Andreas Eder übergab Nikolas Löbel den Orden für den Oberbürgermeister verbunden mit dem Wunsch, dass es das Stadtoberhaupt doch auch einmal zum Empfang nach Seckenheim schaffen möge. Ab jetzt wurde es fastnachtlich, die Zabbe und das Prinzenpaar forderten von Bürgerdienstleiter Stephan Frauenkron den Rathausschlüssel.

Doch der hatte sich wieder ein listiges Spiel ausgedacht. Man suche den besten „Sauger“, will heißen innerhalb von 30 Sekunden galt es 20 Schokolinsen mit einem Röhrchen anzusaugen und in ein anderes Gefäß zu bringen. Diese Aufgabe teilte sich das Prinzenpaar und löste sie auch.

Frauenkron hatte nun keine Chance mehr, der Rathausschlüssel musste her und obendrein gab es noch die Gemeindekasse mit dem letzten gelben Sack, ein paar dicken Strümpfen und ein paar Tempos.

Die Proklamation des Prinzenpaares erhielt wieder 11 närrische Forderungen, die auch hoffentlich alle erfüllt werden.

Nachdem die Sternsinger ihren Segen überbracht hatten war der offizielle Teil beendet und die Gäste hatten nun genug Gelegenheit, sich bei Getränken und einem kleinen Imbiss auszutauschen.

Mehr zum Empfang und vor allem zur Proklamation lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Seckenheim-Rheinau-Nachrichten vom 26. Januar.