21. Juni 2017

Pläne um Coleman-Areal sorgen für Wirbel

Sandhofen

Es rumort im Mannheimer Norden. Der Grund: Mitte des Monats drang über die renommierte US-Army-Zeitung „Stars & Stripes“ an die Öffentlichkeit, dass die US-amerikanischen Streitkräfte nun wohl doch einen längerfristigen Verbleib auf dem Areal der sogenannten Coleman Barracks planen. Das Gelände an der A 6 soll im Zusammenhang mit militär-strategischen Überlegungen zunächst weiter genutzt werden, hieß es in der Zeitung, während man auch andere mögliche Standorte für die dort stationierten Einheiten und Gerätschaften prüfe. Der Artikel hierzu wurde am 14. Juni veröffentlicht – unter anderem auf der frei zugänglichen Webseite des in Armee-Besitz befindlichen Mediums.

In Mannheims Norden treffen solche Neuigkeiten auf wenig Gegenliebe. Die CDU versandte am Mittwoch, 21. Juni – also eine Woche nach der Meldung aus „Stars & Stripes“ – eine Resolution, in der sie sich in Zusammenhang mit der militärischen Weiternutzung des Coleman-Geländes deutlich gegen ein dort im Gespräch befindliches Ankunftszentrum für Flüchtlinge ausspricht. Das Papier soll in den Gemeinderat eingebracht werden. Darin heißt es unter anderem: „Seit Monaten wird im Zuge der Neuausrichtung der Landeserstaufnahme über die Ansiedlung eines Ankunftszentrums für Flüchtlinge in Mannheim diskutiert. Nachdem die Stadt entschieden hat, auf Spinelli die Bundesgartenschau durchzuführen und nach der Ankündigung der US-Armee, Coleman über das Jahr 2018 hinaus weiter nutzen zu wollen, sollten wir uns als Stadt endlich klar gegen ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge positionieren.“

Auch die verstärkt im Norden der Stadt aktiven Gemeinderäte Roland Weiß (Mannheimer Liste) und Konrad Schlichter (CDU) sprachen sich gegenüber den „Nord-Nachrichten“ gegen ein solches Zentrum auf Coleman aus.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Thema in der am 14. Juli erscheinenden Ausgabe der „Nord-Nachrichten“.