15. Januar 2021

Mannheimer Vereine kooperieren mit Special Olympics

drei Sportler
Die „Gesichter der Spiele“ (von links): : Michael Lofink (Special Olympics Athlet Radfahren und Mitglied im Athletenrat von Baden-Württemberg), Jennifer Kurz (Special Olympics Athletin Schwimmen) und der Handball Bronzemedaillengewinner bei Olympischen Sp

Mannheim

Unter dem Motto „Gemeinsam stark!“ sollen vom 15. bis 18. Juni die mittlerweile dritten Landes-Sommerspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung stattfinden. Ausrichter ist dieses Mal Mannheim. Erwartet werden 1.100 Athleten, um sich in 15 Sportarten miteinander zu messen.

Der Landesverband Special Olympics als Veranstalter sowie die Stadt Mannheim bekräftigen, alles dafür tun, um die Spiele möglich zu machen und haben den Anmeldeschluss vorerst bis zum 28. Februar verlängert. Violeta Zobel und Svenja Koch vom Fachbereich Sport und Freizeit sind von Seiten der Stadt für das Projekt verantwortlich, das weitaus mehr ist als ein punktuelles Ereignis.

Ziel der Special Olympics ist es vielmehr, Menschen mit geistigem Handicap Zugang zu regulären Sportvereinen zu ermöglichen. „Von vornherein war klar, dass die städtischen Sportstätten für die Special Olympics nicht ausreichen werden. Daher sind wir auf die Mannheimer Sportvereine zugegangen und haben für 13 der 15 Disziplinen bereits Kooperationspartner gefunden, die ihre Anlagen ebenso zur Verfügung stellen wie Equipment und Helfer“, so Zobel.

Für die Ausrichtung des Kraftdreikampfs sowie Bowling sucht man allerdings aktuell noch einen Austragungsort. Für übrigen Disziplinen Basketball, Beachvolleyball, Boccia, Freiwasserschwimmen, Handball, Judo, Kanu, Leichtathletik, Radfahren, Reiten, Schwimmen, Tennis und Tischtennis gibt es bereits feste Zusagen, mit dabei sind unter anderem die Badenia Feudenheim (Boccia), der TSV Mannheim (Beachvolleyball), die MTG Mannheim (Leichtathletik und Tennis) der TV Friedrichsfeld (Handball) oder der Reiter-Verein Mannheim.

Neben dem sportlichen Aspekt wird bei den Special Olympics stets großer Wert auf das Rahmenprogramm gelegt. „Und über genau diese Part zerbrechen uns aufgrund der Pandemie augenblicklich besonders den Kopf“, sagt Zobel. Eine Auftaktveranstaltung mit 2000 Personen erscheint ebenso unrealistisch wie die beliebte Athletendisco oder der Familientag. Gesucht wird daher nach alternativen Formaten.

Zusätzlich zu den Helfern aus den Vereinen werden Menschen gesucht, die sich während der Special Olympics als Schiedsrichter, an der Essensausgabe oder beim Auf- und Abbau an den Wettkampfstätten einbringen wollen. Interessierte können sich unter www.so-bw.de und telefonisch unter 0151 633 55 211 informieren. Die endgültige Entscheidung, ob die Veranstaltung durchgeführt werden kann, soll im März fallen.