17. November 2020

„So macht eine Kooperation Spaß“

Erfolgreiche Premiere der Langen Nacht im Rhein-Neckar-Fernsehen

Mannheim

Erstmals in diesem Jahr kam die Lange Nacht der Kunst und Genüsse ins Fernsehen. Geschäftsführer Ralph Kühnl vom Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) zieht im aktuellen Interview mit Redakteur Nicolas Kranczoch eine Bilanz der neuen Zusammenarbeit.

SOS Medien: Wie war für Ihren Sender die Premiere als Medium für die Lange Nacht?

Kühnl: Die Premiere hat aus unserer Sicht sehr gut geklappt. Professionell organisiert, eine gute Show – so macht eine Kooperation Spaß. Aus unserer Sicht hat sich hier einmal mehr gezeigt, dass RNF gerade in Zeiten wie diesen eine zuverlässige Plattform in der Metropolregion Rhein-Neckar ist, um die Menschen in dieser Region zu einem gemeinsamen Erlebnis zusammenzuführen. Der Sender ist auf der Fernbedienung im Zweifelsfall nur einen Klick entfernt, die Hemmschwelle zum Einschalten extrem niedrig – in solchen Fällen funktioniert lineares Fernsehen einfach immens gut.

SOS Medien: Wie waren die Einschaltquoten?

Kühnl: Wir können im linearen Fernsehen gerade bei spitzen Zielgruppen in räumlich begrenzten Gebieten keine validen Zuschauerzahlen erheben; das ist technisch einfach nicht möglich. Aus Umfragen wissen wir aber, dass auf dem Sendeplatz der „Langen Nacht“ in der Regel zwischen 30.000 und 50.000 Menschen unserem Programm folgen. Da sie nun noch ein originär neues und attraktives Programm angeboten bekamen, gehen wir davon aus, dass sie drangeblieben sind. Dafür spricht auch, dass allein circa 4.000 Zuschauer im Livestream über RNF.de mit dabei waren. Im Nachhinein haben in der Mediathek noch einmal deutlich mehr als tausend User die Sendung angeschaut – und diese Zahl steigt noch immer von Tag zu Tag.

SOS Medien: Wird RNF 2021 wieder als Medienpartner zur Verfügung stehen?

Kühnl: Die Medienpartnerschaft hat sich bewährt – da bleiben wir gerne Partner. Wir glauben, dass auch in Zukunft, selbst wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind, so genannte Hybrid-Veranstaltungen ihren Platz haben werden. Das bedeutet, dass entweder die gesamte Veranstaltung oder ihre wichtigsten Programmteile ins Internet übertragen werden. In unserer Region gibt es den zusätzlichen Vorteil, dass es RNF gibt, das die Reichweite regionaler Veranstaltungen multiplizieren kann.

In unserem eigenen technischen Umstrukturierungsprozess, der in diesen Tagen läuft, haben wir darauf geachtet, dass es besonders einfach ist, Videosignale, die eigentlich für ein Livestreaming ins Internet produziert werden, auch fürs Fernsehen aufzubereiten. Dadurch können wir sehr leicht mit Veranstaltern und Videoproduktionsfirmen ins Gespräch darüber kommen, ihren Event ins Fernsehen zu verlängern. Wir glauben, dass auf diese Weise auch Menschen in der Region eine Teilhabe an solchen Veranstaltungen bekommen, die sonst keine Chance dazu hätten. Insofern erfüllen wir hier eine gemeinsame soziale Aufgabe. Das ist heute wichtiger denn je.