12. November 2018

Ausstellung im Nationaltheater zeigt Bühnenbauten im Vergleich

Menschen in Ausstellung
Das National Theatre in London ist ein Beispiel für die Sanierung des historischen Bühnenbaus. Foto: Warlich-Zink

Mannheim

Mit 200 Millionen Euro wird die Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters beziffert. Dazu kommen Kosten in Höhe von weiteren 40 Millionen Euro für Ersatzspielstätten sowie die Auslagerung von Equipment. Vier Jahre soll das Haus voraussichtlich ab 2021 geschlossen bleiben.

Das bedeutet Umstellungen für die 680 Mitarbeiter ebenso wie fürs Publikum. Und nach Abschluss der Sanierung werden die Besucher rein äußerlich nur einen kleinen Teil von dem wahrnehmen, wofür die vielen Millionen geflossen sind.

„Doch damit sind wir nicht allein. Auch anderen Städten bereitet diese Situation Schmerzen“, so Kulturbürgermeister Michael Grötsch. Seine Aussage belegt die Ausstellung „Große Oper – viel Theater?“ des Deutschen Architekturmuseums (DAM) Frankfurt.

Ursprünglich entstanden anlässlich der Diskussion über die Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt ist der umfangreiche Vergleich europäischer Bühnenbauten nun nach Mannheim ins Foyer des Nationaltheaters am Goetheplatz gewandert. Wie haben es andere Städte gemacht? Wie sind sie mit der Herausforderung umgegangen? Diese Frage beantwortet die Ausstellung anhand vieler Beispiele.

Die Kuratoren Andrea Jürges und York Förster haben die Bühnenbauten in die Kategorien Sanierungen, Neubauten und Stadtentwicklungsbaustein unterteilt und dies auch farblich in den blau, rot und türkis unterlegten Überschriften kenntlich gemacht.  

Um das Thema zu vertiefen, findet am Montag, 3. Dezember um 20 Uhr eine Podiumsdiskussion im Theatercafé statt. Der Eintritt ist frei, Einlasskarten werden jedoch ausgegeben. Daher ist eine Anmeldung über die Theaterkasse telefonisch unter 0621 1680150 erforderlich.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 26. Dezember donnerstags bis sonntags ab 15 Uhr bis Vorstellungsbeginn geöffnet sowie montags bis mittwochs jeweils ab 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der Eintritt ist frei.