6. Juli 2018

Zentraler Betriebshof

Verwaltung und Gutachter informieren Bezirksbeirat und Öffentlichkeit

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Bei einer Podiumsdiskussion mit der Bürgerinitiative „Lebenswertes Feudenheim“ im Vorfeld der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung hatten sich Stadträte für ihre Fraktionen überwiegend ablehnend zu den derzeitigen Planungen geäußert. Foto: Warlich-Zink

Feudenheim

Wie vom Bezirksbeirat eingefordert, informierte die Verwaltung das Gremium in seiner öffentlichen Sitzung vom 4. Juli ausführlich über den geplanten zentralen grünen Betriebshof in Spinelli Süd. Die geplante Beschlussvorlage lag indes nicht vor, da sie sich noch in der verwaltungsinternen Abstimmung befand. „Wir werden diese schriftlich nachreichen. Der Bezirksbeirat kann sein Votum dann durch einen Vertreter im Hauptausschuss am 17. Juli bekanntgegeben,“, so die Dezernentin. Nach der Vorberatung im Hauptsausschuss soll der Gemeinderat noch vor der Sommerpause am 24. Juli über die Vorlage entscheiden. Die Vertreter des Beratungsunternehmens Drees & Sommer stellten die Ergebnisse der immobilien- und betriebswirtschaftlichen Untersuchung vor. Untersucht wurde die bestehende Variante mit vier dezentralen Betriebshöfen (Variante 0), die Zentralisierung auf Spinelle (Variante 1) sowie die Kombination der Standorte Lina-Kehl-Weg und Spinelli (Variante 2). Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass dabei die Variante 1 am besten abschneidet. Für die Verwaltung warben Bürgermeisterin Kubala und Markus Roeingh, Fachbereichsleiter Grünflächen und Umwelt, für diesen Standort. Die Bezirksbeiräte hielten dagegen, dass das Gutachten deshalb nicht aussagefähig sei, weil von vornherein der falsche Standort geprüft worden sei. Anwohner äußerten ihre Sorge hinsichtlich der zusätzlichen Verkehrsbelastung für Wingertsbuckel, Aubuckel und die umliegenden Straßen, die als „Schleichwege“ benutzt werden könnten. Alexander Fleck (CDU) und Joachim Kamrad (SPD) erklärten, dass die Bezirksbeiräte ihrer Partei dem Grünhof nicht zustimmen werden. Auch Stephan Bordt (Linke) sowie für die Grünen Benedikt Zaja und Ulrich Schaefer äußerten sich ablehnend. Aus den Reihen der Stadträte kamen ebenfalls Wortmeldungen. Laut Achim Weizel wird die ML den Betriebshof ablehnen, die CDU laut Bernd Kupfer ebenfalls. Eberhard Will (Bürgerfraktion) kündigte ebenfalls drei Gegenstimmen an. „Auch für meine Fraktion sind mit dem Gutachten nicht alle Fragen und Probleme ausgeräumt“, wollte auch Boris Weirauch (SPD) die Zustimmung seiner Fraktion nicht zusagen.

Lesen Sie mehr zum Thema sowie den Podiumsdiskussionen und einem Gespräch zwischen erBürgerinitiative „Lebenswertes Feudenheim“ und Bürgermeisterin in der aktuellen Ausgabe der Mannheimer-Stadtteil-Nachrichten vom 6. Juli.