4. Februar 2019

Ertüchtigung Rheindamm: Gutachten zeigt Alternativen zu Baumfällungen auf

Bäume am Rheindamm
Das steht fest: Auch im Waldpark müssen Bäume gefällt werden. Foto: Kranczoch

Neckarau

„Wo stehen wir im Verfahren, was sind die Alternativvorschläge und wer macht am Ende das Preisschild dran?“: So fasste SPD-Stadtrat Ralf Eisenhauer die dringendsten Fragen zum Thema Rheindammsanierung zusammen. Gerichtet waren sie an die Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe und den Gutachter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Dr. Andreas Bieberstein.

Der war nämlich in den Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) gekommen um zu berichten, wie viele Bäume an welchen Stellen bei der Dammsanierung vor der Fällung gerettet werden können. Im Gegenzug zur ursprünglichen Planung des RP. In einem Gutachten im Auftrag des RP. Ein Widerspruch? Nun ja.

Zu den Fakten. „Wir sind mitten in der Entwurfsplanung“, so Armin Stelzer vom RP. Eine Kostenschätzung sei also aktuell noch nicht möglich. Sicher sei, dass der Damm dringend saniert werden müsse und die Dammkrone sowie Schneisen rechts und links davon zwingend baumfrei sein müssen.

Einige Bäume könnten geschont werden – dies allerdings möglicherweise zu Lasten der Sicherheit im Hochwasserfall. Das will das RP nun prüfen. Nur dann werde es eben teurer.

Zum Thema Gutachten gibt es tatsächlich Widerstand. Die Lindenhöfer Bürgerinteressensgemeinschaft (BIG) hat dieser Tage eigene Sachverständige beauftragt und auch Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala hat im Namen der Stadt betont: „Es sind noch viele Fragen offen“ und es fehlten „noch eine Reihe von Unterlagen, um sich ein Gesamtbild zu machen“.

Sie kündigte zudem (im Schulterschluss mit OB Peter Kurz, der dies in seiner Neujahrsansprache schon in Aussicht gestellt hatte) ein zusätzliches, von der Stadt in Auftrag gegebenes, Gutachten in Aussicht.

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