16. September 2020

Neue Sachlichkeit in der Mannheimer Oststadt

alte Stadtansicht
Zu den Bauten der Mannheimer Oststadt geht eine Führung des Marchivum. Foto: Marchivum

Oststadt

Dr. Andreas Schenk (Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e.V., MARCHIVUM) lädt in Verbindung mit der Badischen Heimat zu einer Führung durch die Mannheimer Oststadt ein.

Mit der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ prägte die Kunsthalle Mannheim 1925 einen Stilbegriff, der auch die Architektur der Weimarer Jahre kennzeichnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wandten sich Architekten und Bauherren endgültig von den dekorativen Formen des Historismus und Jugendstils ab, um einen schmucklosen, sachlich geprägten Baustil zu wählen.

Ein Vorreiter dieser Richtung war das 1919 in Weimar gegründete und 1925 nach Dessau wechselnde Bauhaus. Unter seinem Einfluss setzte sich die architektonische Moderne rasch durch und hinterließ auch in Mannheim ihre Spuren. Selbst in der von repräsentativen Bauten des Historismus und Jugendstils geprägten Oststadt entstanden bemerkenswerte Beispiele der Neuen Sachlichkeit.

In seinem zweistündigen Rundgang zeigt Andreas Schenk, der zudem Stadthistoriker beim MARCHIVUM und der aktuelle Stadtbauschreiber von Mannheim ist, die Oststadt von einer anderen, bisher wenig bekannten Seite.

Die Führung findet statt am Freitag, 18. September 2020, 15.45 Uhr. Treffunkt ist am Wasserturm am Friedrichsplatz. Beginn der Führung 16 Uhr. Spenden werden dankend entgegengenommen.