8. Januar 2021

Mannheimer Vesperkirche 2021 trotz(t) Corona

Innenraum einer Kirche
Die Vesperkirche wird es auch 2021 geben, allerdings anders als gewohnt. Foto: zg

Mannheim

Die Corona-Pandemie stellt auch die 24. Mannheimer Vesperkirche vor große Herausforderungen. Für viele Menschen wurde Corona zur Katastrophe. Ohne ein Dach, ohne eine wärmende Mahlzeit, ohne einen Rückzugsort. Deswegen halten die Evangelische Kirche Mannheim und das Diakonische Werk Mannheim an einer Durchführung der Mannheimer Vesperkirche fest.

Dies geschieht unter strengen Hygieneregeln und in enger Absprache mit dem Mannheimer Gesundheitsamt. „Ein Corona-Winter ohne Vesperkirche, das erscheint uns verantwortungslos“, sagt Dekan Ralph Hartmann. Durch die prekären Lebensverhältnisse seien die Vesperkirchen-Gäste besonders hart von den Corona-Umständen getroffen.

„Die Not ist größer geworden, das erleben wir in der offenen Kirche jeden Tag“, berichtet Pfarrerin Anne Ressel. „Viele Menschen haben keinen Ort mehr, an dem sie sich aufhalten können, sogar öffentliche Toiletten sind teilweise geschlossen“.

Seit dem Sommer arbeitet das Vesperkirchen-Leitungsteam konzentriert an den notwendigen Planungen und Veränderungen. Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks ist überzeugt: „Wir werden auch in Corona-Zeiten die Vesperkirche bewerkstelligen und verantworten können“.

In der Vesperkirche werden unter Corona-Bedingungen dreimal täglich Menschen mit einem warmen Mittagessen versorgt. In der Citykirche Konkordien ist Platz für maximal 60 Personen. Zu folgenden Zeiten werden die Menschen in die Kirche eingelassen:

Von Montag bis Samstag: 10:30 Uhr, 12:15 Uhr, 14:00 Uhr; Sonntag: 11:30 Uhr, 13:15 Uhr.

Eine halbe Stunde vorher müssen sich die Gäste in einem Wärmezelt registrieren lassen. Dort wird auch Fieber gemessen. In den Pausen wird der Kirchenraum gelüftet und desinfiziert. Die Gäste dürfen erst an dem ihnen zugewiesenen Platz die Schutzmasken abnehmen.

Eine Kasse wird es diesmal nicht geben. Das bedeutet, alle Essen werden kostenfrei herausgegeben. Gleichwohl werden auch die Gäste – sofern es in deren Möglichkeiten liegt – um eine kleine, freiwillige Spende gebeten. Das Essen wird wie in den Jahren zuvor im Thomashaus in Mannheim-Neuhermsheim zubereitet und von den Johannitern in die Kirche gebracht.