23. Dezember 2020

Spende für Amalie Wohnprojekt

Bett in einem Zimmer
Die Spende kommt dem Wohnprojekt zu Gute. Foto: zg

Neckarstadt

Die SRH Hochschule Heidelberg unterstützt Amalie, die Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution des Diakonischen Werks Mannheim mit 2000 Euro. Das Geld kommt konkret dem Wohnprojekt von Amalie zugute. In einem geschützten und anonymen Raum haben hier Frauen die Möglichkeit, zum einen schnell unterzutauchen, wenn sie in akuter Gefahr sind, zum anderen aber die Chance, ihren Ausstieg aus der Prostitution längerfristig vorzubereiten. Die Wohnung von Amalie bietet Platz für drei Frauen und ihren Kindern, sofern sie welche haben.

„Unser Wohnprojekt ist sehr wichtig, damit Aussteigerinnen und ihre Kinder eine Chance haben, ein neues Leben außerhalb der Prostitution zu beginnen“, sagt Julia Wege, Leiterin der Beratungsstelle Amalie. Zudem begleitet Amalie die betroffenen Frauen auf dem Gang zu Behörden und hilft, Anträge auszufüllen oder zu formulieren.

Auch bekommen die Frauen, die oft völlig mittellos sind, schnell und unbürokratisch Lebensmittel, Kleidung und Hygiene-Artikel. „Das wir hier sofort aushelfen können ist nur mit Spenden möglich“, berichtet Julia Wege.

Sach- und Geldspenden kommen direkt den Frauen in Not zugute. Gerade in der Corona-Pandemie stehen noch immer viele Frauen hilflos auf der Straße und sind auf diese Spenden angewiesen.

Die Beratungsstelle Amalie berät in Mannheim Frauen, die in der Prostitution arbeiten oder aussteigen möchten und wurde 2013 gegründet. Aufgrund der prekären Armutssituation von vielen osteuropäischen Frauen bietet Amalie Beratung, Begleitung, medizinische Grundversorgung und Ausstiegshilfen an.

Amalie wird finanziert durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und das Diakonische Werk Mannheim.