6. März 2019

Prinzessinnenspange für Alexander Fleck

Prinzenpaar und Gäste
Alexander Fleck bekam die nunmehr 28. Prinzessinnenspange der Neckarauer Prinzessinnen. Foto: Schatz

Neckarau

Lautstark wurden die Gäste vom Spielmannszug der Pilwe begrüßt, die zum traditionellen Empfang der Neckarauer Prinzessinnen gekommen waren. Auch in diesem Jahr fand er im Wappensaal des 130-jährigen Neckarauer Rathauses statt. Der Stammburg der Neckarauer Prinzessinnen, wie es der Vorsitzende des Vereins Geschichte Alt Neckarau bereits im vergangenen Jahr festgelegt hatte.

Zu den zahlreichen Gästen gesellte sich sehr gerne auch das Mannheimer Stadtprinzenpaar. Es sei ein Prinzenpaar der Superlative, so die Sprecherin der Prinzessinnen Lore Herbert in ihrer Begrüßung.

Der Prinz hatte den Rekord beim Dampfnudelessen gebrochen, die Prinzessin mit 14 Kleidern so viele wie noch keine ihrer Vorgängerinnen. Außerdem gab es wohl noch nie von einem Prinzenpaar so viele facebook-Posts. Man sei quasi immer mit dabei gewesen, so Lore Herbert.

Prinz Dirk fühlte sich auch gleich zu Hause, ist er doch in Neckarau geboren und in seinem Amt als Präsident der Narhalla Ketsch schon seit vielen Jahren Gast bei diesem Empfang. So konnte er auch „seine“ Ketscher Prinzessin Valentina begrüßen.

Nachdem sowohl er als auch Prinzessin Daniela I. ihr Motto verkündet hatten gab es ganz besondere Geschenke für das sympathische Prinzenpaar. Ein besonderer Gast war Annette Elm vom Futteranker Mannheim, dem Projekt der Prinzessin. Für sie hatte Lore Herbert einen Katzenkorb und einen Gutschein, den die Prinzessin gleich weitergeben konnte.

Und außerdem für die Prinzessin ein ganz besonderes Türschild, damit jeder weiß, „hier wohnt die Prinzessin“. Prinz Dirk bekam symbolisch ein Paket Pasta als Einladung für ein Pasta-Essen im Hause Herbert.

Ja und dann wurde es auch spannend. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste verkündete sie den nunmehr 28. Träger der Prinzessinnenspange in Silber – Alexander Fleck.

Die Laudatio hielt der letztjährige Träger Wolfgang Reinhard. Mit der Spange würden Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße um die Mannheimer  und Kurpfälzer Fastnacht verdient gemacht haben, so Reinhard. Es gäbe nur wenige, die es schaffen mit ihren Büttenreden den Finger in die „Wunde“ zu legen und damit trotzdem Spaß und Freude verbreiten.

Die heutige Auszeichnung erhalte mit Alexander Fleck eine Person, die rhetorisch stark, hart aber auch herzlich sei. Der Jurist sei sehr stark im kirchlich sozialen Umfeld engagiert, erhielt vom Vatikan die Erhebung zum Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Auch fasnachtlich ist er sehr engagiert, beispielsweise als Senator in zahlreichen Mannheimer Vereinen. 2015 bildete er mit der Neckarauer Prinzessin Nadine I. das Mannheimer Stadtprinzenpaar. Mit Leib und Seele jedoch ist er Büttenredner, tritt bei den Veranstaltungen als Protokoller auf.

Er sei dabei selbstkritisch aber auch selbstbewusst, sachlich und zugleich humorvoll. Nicht unerwähnt ließ der Laudator zudem, dass Alexander Fleck seit vielen Jahren schon Gast beim Prinzesinnenempfang sei und immer dafür sorge, dass niemand hungern muss.

Die Spange wurde ihm dann von „seiner“ Prinzessin Nadine ans Revers geheftet. Fleck wiederum bedankte sich mit dem Goethe-Zitat "Wenn kein Narr mehr auf der Welt wäre, was wäre dann die Welt“ für die Auszeichnung und gab natürlich auch noch einmal sein, etwas verkürztes, Protokoll zum Besten.

Mit der „Stadtbas“ (Christa Krieger) und Liedern der Mannheimer Weiber ging der Empfang dann zu Ende.