4. Dezember 2020

Erzbischof besucht Inklusionsbetrieb

Menschen bei Werksführung
Führung durch die ad laborem: Betriebsleiter Klaus Litwinschuh (v.l.), Diözesan-Caritasdirektor Thomas Herkert, Caritas-Vorstände Volker Hemmerich und Regina Hertlein, Dekan Karl Jung und Erzbischof Stephan Burger

Mannheim

Vor 20 Jahren hat der Mannheimer Inklusionsbetrieb ad laborem gGmbH seinen Betrieb aufgenommen. Aus diesem Anlass hat Erzbischof Stephan Burger das Caritas-Unternehmen besucht. Er lernte die Arbeit vor Ort kennen und tauschte sich mit dem Vorstand des Caritasverbands Mannheim über aktuelle Themen aus.

Der Besuch in Mannheim fand am Elisabethtag statt, welcher der Caritas-Heiligen gewidmet ist. Begleitet wurde der Erzbischof von Diözesan-Caritasdirektor Thomas Herkert. Auch Stadtdekan Karl Jung nahm an dem Treffen teil. Zuerst lernten die Besucher einen anderen Inklusionsbetrieb kennen: das Restaurant Landolin. Dies ist zwar aktuell wegen der Corona-Verordnung geschlossen, bietet aber täglich mittags Essen zum Mitnehmen an.

Nach dem kulinarischen Auftakt ging es in die ad laborem, wo Betriebsleiter Klaus Litwinschuh die Gruppe durch die Werkshalle führte und die Arbeit vorstellte. Die ad laborem wurde gegründet, um Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslosen eine berufliche Chance zu geben. Die Arbeit bei dem Logistik- und Verpackungsdienstleister soll den (Wieder)Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt ermöglichen.

„Die Ziele von damals sind heute noch aktuell: Es geht darum, den Menschen eine sinnstiftende Betätigung zu geben“, sagte ad laborem-Geschäftsführer und Caritas-Vorstand Volker Hemmerich. „Wir sehen die Stärken der Menschen und gestalten die Arbeit so, dass sie diese Stärken einbringen können.“

„Die Menschen finden hier ein Auskommen und können sich entwickeln“, ergänzte Klaus Litwinschuh. „Sie kommen aus der Isolation heraus, und ihr Selbstwertgefühl wird aufgebaut.“ Das 20-jährige Bestehen hätte der Betrieb gerne groß gefeiert, aber das geplante Jubiläumsfest mit allen Mitarbeitenden konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Der Erzbischof zeigte sich beeindruckt: „Was Sie hier leisten, ist ein Aushängeschild dafür, was Caritas und Kirche für die Gesellschaft tun. Vielen Dank dafür.“

Seine Anerkennung wiederholte er in der Ansprache beim abendlichen Gottesdienst in der Jesuitenkirche, in der er allen dankte, die sich im Namen der Caritas engagieren und dazu beitragen, dass die beiden anderen Säulen der Kirche – Liturgie und Verkündigung – als glaubwürdig erlebt werden.