Ein Apfelbäumchen zum Lutherjahr

Kinder und Erwachsene beim Singen
Die Kinder sangen ein Lied vom Apfelbäumchen. Foto: Schatz

Friedrichsfeld

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieser Ausspruch wird Martin Luther zugesprochen. Und so rief bereits im vergangenen Jahr die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammen mit der evangelischen Kirche in Mannheim die Gemeinden dazu auf, zum Lutherjahr ein Apfelbäumchen zu pflanzen. Insgesamt 17 evangelische Gemeinden haben sich daran beteiligt, darunter auch die Johannes-Calvin-Gemeinde in Friedrichsfeld.

Bereits im Herbst war das Bäumchen hinter der Kirche gepflanzt worden. Jetzt da es in voller Blüte steht wurde es auch von Pfarrer Michael Jäck nach dem Ostersonntagsgottesdienst eingeweiht. Finanziert wird die ganze Aktion über Spenden der MVV Energie AG und der Stiftung Sparkasse Rhein-Neckar Nord. Die Kinder hatten sich bereits im Kindergottesdienst darauf vorbereitet. Bei dem Apfelbäumchen handelt es sich um die weniger bekannte Sorte „Sonnenwirtsapfel“. Sie heißt so, weil sie 1937 vom Backnanger Sonnenwirt als Sämling entdeckt wurde. Der Apfel sei besonders robust, anspruchslos und widerstandsfähig und habe einen angenehm säuerlich-fruchtigen Geschmack, so Pfarrer Michael Jäck. Der Sonnenwirtsapfel wurde vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg zur Streuobstsorte des Jahres 2017 gekürt.

Dieses Apfelbäumchen mit seinen gerade aufspringenden Knospen sei ein sichtbares Zeichen der Hoffnung und es sei auch jedem erlaubt, davon zu essen, so Pfarrer Jäck. Von den Kindern wurde er dann auch gleich mit einem Apfellied begrüßt. Außerdem hatten sie kleine Schmetterlinge gebastelt, auf denen Sprüche oder Wünsche standen. Sie alle wurden am Apfelbäumchen angebracht. Mit dem Segen ging der Ostersonntagsgottesdienst dann am Apfelbäumchen zu Ende.