6. August 2018

Durst im Sommer – Ältere Menschen trinken häufig zu wenig

Ilvesheim

Wasser ist das Lebenselixier unseres Körpers. Wir benötigen eine regelmäßige Flüssigkeits-zufuhr. Vor allem in den Sommermonaten ist diese Notwendigkeit auch für viele pflegende Angehörige mit Sorge verbunden. Ist die ausreichende Flüssigkeitsversorgung während der aktuell anhaltenden Hitzewelle gewährleistet?

Für den gesamten Stoffwechsel hat die Körperflüssigkeit und ihre Zusammensetzung größte Bedeutung. Normalerweise besteht der menschliche Körper zu etwa 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Der Wasserhaushalt des Körpers muss immer gleich bleiben denn schon geringe Flüssigkeitsverluste können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.

Die Symptome reichen hierbei von Kopfschmerzen und Schwächegefühl bis hin zu Muskelkrämpfen, Bewusstseinsstörungen und Veränderungen der Herzfrequenz. Auch bestehender Bluthochdruck wird durch Flüssigkeitsmangel gefährlich verstärkt.

Jenseits des 60. Lebensjahres sinkt der Anteil des Wassers im Körper um circa fünf Prozent. Gleichzeitig ist das Durstgefühl verringert. Ältere Menschen vergessen das Trinken daher häufig und bemerken einen Flüssigkeitsmangel oft nicht. Etwa zwei bis drei Liter sollte man täglich zu sich nehmen, bevorzugt Wasser sowie Kräutertee und Fruchtsaft.

Bei Menschen, die sich nicht mehr gänzlich selbstständig versorgen können, wie beispielsweise im Johanniter-Haus am Waldpark in Ladenburg und im Johanniter-Pflegezentrum im Seniorenstift Heinrich Vetter, übernehmen die Pflegemitarbeiter die wichtige Aufgabe und bieten regelmäßig Trinken an oder sind dabei behilflich.

Gerade bei den Temperaturen, wie sie in den letzten Wochen vorherrschen, werden auch in den Johanniter-Häusern wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Flüssigkeitsversorgung bei dieser Hitze sicher zu stellen.

Verbindliche Hitzestandards geben bei den Johannitern genau vor, was zu tun ist wenn es zu warm wird.

Den Bewohnern werden zusätzlich isotonische Getränke, dünn angemischter Sirup, Wassermelone und frisches Obst angeboten. Des Weiteren werden auch immer wieder Brühe sowie kleine Salzbrezeln als Snack angeboten, um den Elektrolythaushalt zu substituieren.

Als kühlende Erfrischung wird auch ein Erfrischungstuch aus dem Kühlschrank immer wieder gern genommen. Auch auf die Spaziergänge in der prallen Mittagssonne wird derzeit verzichtet, dafür wird dann aber in den etwas kühleren Abendstunden frische Luft geschnappt.

„Mit dem ebenfalls auf die Temperaturen angepassten Tagesprogramm werden wir die Hitzeperiode gut bewältigen“, sagt Einrichtungsleiterin Christiane Reuter.