12. Juni 2018

Drei Siege und zwei Platzierungen für Seckenheimer Trainer

Pferderennen
Einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg feiert Fabian Xaver Weißmeier auf Ocean Eleven. Foto: Schatz

Seckenheim

Erstmals seit Jahren gab es am vergangenen Freitag wieder einen After-Work-Renntag auf der Waldrennbahn. Der wurde allerdings erst durch die tatkräftige Unterstützung vieler Helfer möglich. Sie hatten die Unwetterschäden aus der Vorwoche mit großem Einsatz beseitigt.

Neben packenden Rennen auf der Bahn sorgte die Band Wörner Cocktail für die musikalischen Momente während der Rennen und auch noch anschließend.

Im wichtigsten Handicap des Tages, einem Ausgleich III über 1.400 Meter, entwickelte sich ein faszinierender Zweikampf, den der von Henk Grewe in Köln für den Stall Australia trainierte Mark of Excellence mit Nachwuchschampion Robin Weber hauchdünn gegen die stets führende und nie nachlassende Favoritin Naziba, Gast aus den Niederlanden, für sich entschied. Deutlicher zurück schob sich die Außenseiterin Polished Silver noch an Betsy Coed auf Rang drei. Für den Trainer des Siegpferdes war es zudem ein besonderer Tag, denn er gewann mit seinen Pferden nicht nur in Seckenheim sondern an diesem Tag auch in Compiegne und Hannover.

Erfolgreich waren auch die Mannheimer Trainer wie etwa das Erfolgsgespann Marco Klein/Tommaso Scardino. Auf Exclusive Potion schnappte sich der junge Jockey in einem packenden Endspurt den Sieg im Ausgleich IV über 1400 Meter vor Charlie’s Dreamer und der Holländerin Aratika. Und auch gleich beim anschließenden 2.500 Meter-Rennen hieß das Erfolgsgespann erneut Tommaso Scardino/Marco Klein, denn die Stute Smentana hielt sich Mardanshah sowie Nordtänzer sicher vom Leibe.

Komplettiert wurde der Erfolg durch den 2. Platz von Ignaz im Ausgleich IV über 1900 Meter. Hier hatte Arizona unter Berit Weber das Feld lange angeführt. Doch Andere Best hatte sich mit Pic a Sou das Rennen gut eingeteilt und konnte so nicht nur sie sondern auch Lokalmatador Ignaz noch abfangen und als erster durchs Ziel reiten.

Nur den Hut ziehen kann man vor Trainer-Altmeister Horst Rudolph aus Seckenheim. In einem von Cometic Star sehr flott gemachten Ausgleich IV über 2.500 Meter gelang dem Lando-Sohn Bill Ferdinand der sage und schreibe sechste Saisonsieg 2018. Miguel Lopez entlockte ihm die alles entscheidenden Reserven, wobei Olkaria als Zweite den Rudolph-Doppelsieg vor Christin perfekt machte. Es war der dritte Mannheimer Sieg an diesem Abend.

Begonnen hatte der B.A.U.-Renntag, der vom ehemaligen Präsidenten des Rennvereins Peter Gaul und seinen Geschäftspartnern unterstützt wurde, mit einer imponierenden Vorstellung von Philipp Bergs Ocean Eleven in der einleitenden 1.900 Meter-Prüfung. Unter Jockey Fabian Xaver Weißmeier dominierte der Wallach von Anfang an das Feld und machte somit seinen unangefochtenen Start-Ziel schon frühzeitig mit zwölf Längen gegen Lebowski und Fair Friend perfekt.

Zum Abschluss gab es noch ein spannendes Jagdrennen über 3.600 Meter. Hier beherrschte der von Christian von der Recke für Bernd-Robert Gossens gesattelte Daulys Anthem nach einem offensiven Ritt von Michael Huber vom Start bis ins Ziel die Partie. Der immerhin schon zehnjährige Wallach hatte sich rechtzeitig abgesetzt, um die Schlussoffensive von Serienlohn und Donnadream zu kontern.