9. August 2019

CSD-Demoparade und Straßenfest sollen Dialog fördern

Demo-Parade zum CSD
Die Regenbogen-Community nimmt die Ereignisse rund um den 28. Juni vor 50 Jahren zum Anlass, um bei Christopher Street Days auf der ganzen Welt Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern. Foto: Warlich-Zink

Mannheim

In der Region bietet der CSD Rhein-Neckar e. V. bereits seit Anfang Juli ein Rahmenprogramm mit Veranstaltungen aus Kunst, Kultur, Politik, Sport und der Möglichkeit zur Diskussion an. Höhepunkt ist die CSD-Parade in der Mannheimer Innenstadt am Samstag, 10. August mit anschließendem Straßenfest, zu dem bis zu 100.000 Menschen erwartet werden.

Die Demoparade beginnt um 14 Uhr mit der Auftaktkundgebung zwischen K 1 und U 1 in der Breiten Straße. Gegen 14.30 Uhr startet der Umzug von dort aus in Richtung Paradeplatz, biegt in die Kunststraße führt weiter bis zum Wasserturm. Über den Kaiserring läuft die Parade durch die Planken, wieder vorbei am Paradeplatz und auf der verlängerten Breiten Straße bis zum Schloss, wo die kunterbunte Demonstration direkt ins Straßenfest im Ehrenhof mündet.

Dort tritt in diesem Jahr gegen 17.30 Uhr Kerstin Ott auf. Die Sängerin hat gemeinsam mit Berlins ehemaligem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zudem die Schirmherrschaft für den CSD Rhein-Neckar übernommen. Weitere Künstler wie die Coverband Grand Malör oder Daniel Schuhmacher, Gewinner von Deutschland sucht den Superstar 2009, sind ebenfalls mit dabei.

Die Regenbogen-Community will die Parade nicht nur als ein schön anzuschauendes Spektakel verstanden wissen, sondern laut CSD-Vorstand „als eine qualitativ hochwertige und politische Veranstaltung, die den Dialog mit Bürgern aus der Metropolregion Rhein-Neckar und Umgebung mit uns fördern soll“.

Mit dem Motto „50 Jahre Stonewall – Zusammenhalt wirkt“ erinnert der CSD Rhein-Neckar in diesem Jahr an den 28. Juni 1969, als sich Schwule und Lesben in der Stonewall Bar in der New Yorker Christopher Street einer gewalttätigen Razzia der Polizei widersetzten.

Polizeiwillkür und Diskriminierung gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten waren damals an der Tagesordnung. Doch in jener Nacht und den darauf folgenden Tagen gingen Lesben und Schwule auf die Straße, um öffentlich für ihre Rechte einzutreten.

 

Die Regenbogen-Community nimmt die Ereignisse rund um den 28. Juni vor 50 Jahren zum Anlass, um bei Christopher Street Days auf der ganzen Welt Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern. Foto: Warlich-Zink