Bunte Nashörner

Malgruppe schafft fantasievolle Variationen des Dickhäuters

Franz Pfeifer und Nadine Gumbsheimer
Franz Pfeifer bei der Vernissage mit Künstlerin Nadine Gumbsheimer, von der das rosafarbene Nashorn stammt (Mitte). Foto: Koch

Waldhof

Ein Nashorn mit Zebrastreifen, ein Nashorn als Puzzle, ein Nashorn mit rosa Panzer und indischem Kopfschmuck – den normalerweise grauen Dickhäuter hat eine Gruppe psychisch erkrankter Menschen malerisch in Farbe getaucht. Ihre Bilder - zehn Variationen des Nashorn-Motivs – sind derzeit im Restaurant Landolin auf dem Waldhof ausgestellt.

Die Malgruppe des offenen Werkstattateliers im Caritas-Heim Franz-Pfeifer-Haus trifft sich wöchentlich mit dem Kunsttherapeuten Rainer Eichenseer. Bewohnerinnen und Bewohner des St. Anna-Hauses, des Monikaheims, der Außenwohngruppen in der Bruchsaler Straße sowie externe Künstler mit psychischen Erkrankungen lassen dort besondere Werke entstehen. Das Franz-Pfeifer-Haus und das St. Anna-Haus auf der Rheinau sowie das Monikaheim in Neckarau sind Wohnheime des Caritasverbands Mannheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Ausstellung hat das Kuratorium des Franz-Pfeifer-Hauses organisiert. „Die Künstler haben ihrer Fantasie viel Raum gegeben“, sagte dessen Vorsitzender Franz Pfeifer bei der Vernissage. Rainer Eichenseer berichtete, die Idee sei von einem Teilnehmer ausgegangen, der eines Tages ins Atelier kam und ein Nashorn malen wollte. „Wir haben zusammen überlegt, wie wir dem Dickhäuter eine neue Farbe geben können.“ Restaurantleiterin Ute Buß gefällt das Motiv ebenfalls: „Das Nashorn passt zu uns, denn auch wir in der Gastronomie brauchen oft eine sehr dicke Haut.“ Für das Landolin ist es die erste Ausstellung. Die Gäste seien ganz begeistert, berichtete Ute Buß.

Die Bilder sind bis zum 18. Juni im Restaurant Landolin, Speckweg 17, zu sehen. Postkartensets mit den Motiven sind dort für 10 Euro zu erwerben.