9. Januar 2020

Büttennachwuchs kam bestens an

Prinzenpaar
Stadtprinzessin Maren-Michelle I. strahlte am Arm von Dirk I. Foto: Schatz

Mannheim

Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Mannheim  lädt die Karnevals-Kommission Mannheim alljährlich zur Prunksitzung im Musensaal ein. Sie soll schon mal einen kleinen Einblick bieten in die Programme der insgesamt 23 dem Dachverband angeschlossenen Vereine.

Die Federführung, sie wechselt jedes Jahr, lag dieses Mal in den Händen der Löwenjäger. Und um es gleich vorweg zu nehmen, Thomas Hambsch erwies sich als versierter Moderator dieser Veranstaltung. Los geht es immer mit dem Einmarsch der 23 Vereine der KKM, welcher auch in diesem Jahr wieder etwas zu lang geriet.

Ganz am Ende kam dann Stadtprinzessin Maren-Michelle I. am Arm von Dirk I. und durch ein Spalier zahlreicher Ex-Prinzessinnen auf die Bühne und verkündete ihr Motto. Zum letzten Mal tat dies auch Prinz Dirk, seine Regentschaft als Stadtprinz geht ja in den nächsten Tagen zu Ende. Er betonte zudem, dass es ihm eine große Ehre war, die Stadtprinzessin auf die Bühne zu führen.

Thomas Dörner, Vorsitzender der Karnevals-Kommission, begrüßte die Gäste und bat um viel Applaus für die Akteure, die ja alle ehrenamtlich auftraten. Wie man es gut macht, das zeigten die beiden jüngsten Büttenrednerinnen, nämlich Chiara Belsanto und Lena Drogosch mit einem herrlich frischen und gut ausgefeilten Vortrag. Kein Wunder, dass es da viel Applaus für die beiden Mädchen gab, die auch noch in der Garde tanzen.

Erstmals in diesem Rahmen trat Irmi Benz von der Feudenheimer Frauenfasnacht auf. Mit ihrem in ihrer ganz besonderen Art vorgetragenen Beitrag zum Thema „Speed-Dating“ hatte sie von Anfang an zu Recht die Lacher auf ihrer Seite. Den lautstarken Einstieg in die Sitzung hatte die Brass-Band der Strooseridder gemacht.

Gleich zu Beginn war Alexander Fleck als Bote aus dem Gemeinderat in die Bütt gestiegen. Sein Running-Gag vom „Order“-Ruf kam zwar nicht wirklich bei jedem an, aber die Kritik an seiner eigenen Partei und der Verweis auf die Plakatflut vor der Gemeinderatswahl sehr wohl.

Als alte Dame mit Rollator, die auch Rock‘n Roll tanzen kann und zudem stark an eine bekannte Fastnachtsfigur erinnerte, musste Angelika Remmele erfahren, dass nicht jeder ihrer Gags beim Publikum zündete. Schade, denn sie kann das eigentlich viel besser.

Erstmals mit dabei war auch die Elferratsgarde der Kälble aus Edingen, die einen wunderschönen Schautanz als Schachfiguren zeigte. Ebenso wie die Offiziersgarde der Löwenjäger, die in die 90-er Jahre entführte. Sissi und Franzl ließen die Suleiman des Lallehaag wieder auferstehen und einen weiteren Tanz steuerte das Tanzmariechen Marie-Sofie Hönsch der Grokageli bei.

Bei den Mannemer Liedern, die die Löwenjägerspatzen präsentierten, sangen auch Oberbürgermeister Peter Kurz und Ehefrau Daniela Franz, die die Sitzung kurz besuchten, gerne mit.

In altbewährter Manier, nämlich mit bekannten Schlagern, präsentierten sich sowohl die drei Prinzen des Feuerio als auch zum Finale die Tontauben vom CCW.