25. Juni 2021

Breite Unterstützung für ASB-Rettungswache in Sandhofen

Rettungsfahrzeug
Ein Fahrzeug des ASB soll von Käfertal nach Sandhofen verlegt werden. Foto: ASB

Sandhofen

„Wir stehen zu 100 Prozent hinter der neuen Rettungswache, für die Menschen im Mannheimer Norden bedeutet das deutlich mehr Sicherheit“, sagt Wolfgang Steinmann, stellvertretender Vorsitzender der Bürgervereinigung Sandhofen.

Die Bürgervereinigung hatte zu einer Informationsveranstaltung geladen. Der überparteiliche und unabhängige Dachverband für Vereine kümmert sich laut Steinmann um die Belange der Bürgerinnen und Bürger in Sandhofen.

In dem Mannheimer Stadtteil leben rund 18 000 Menschen. „Von der Fläche her sind wir der größte Stadtteil“, sagt Steinmann, umso wichtiger sei eine gute und sichere Versorgung.

Profitieren würden von der neuen Wache vor allem die Stadtteile Sandhofen, Schönau, Blumenau, Scharhof und Kirschgartshausen.

„Das Rettungssystem für die nördlichen Stadtteile wird deutlich optimiert“, sagt Hendrik Maier, Leiter des ASB-Rettungsdienstes.

Eine neue Rettungswache in diesem Bezirk hatte zunächst die Stadt Mannheim ins Gespräch gebracht. Der Bereichsausschuss beschloss bereits im Juli vergangenen Jahres die neue Wache.

Die Rechtsaufsicht der Stadt Mannheim legte daraufhin im Januar 2021 Widerspruch gegen das Verfahren ein. Daraufhin sprach sich der Bereichsausschuss in einer Sitzung am 11. Mai erneut einstimmig für die neue Rettungswache in Sandhofen aus.

Mit dem erneuten Beschluss kann die Verlegung des Fahrzeuges nun erfolgen, offen ist indes der Ausgang des Verfahrens zur Zulässigkeit des Umlaufbeschlusses aus dem Juli 2020 – dies ist derzeit noch beim Regierungspräsidium Karlsruhe anhängig.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen Stadt und Bereichsausschuss steht die Frage, ob eines der vier Einsatzfahrzeuge des ASB vom Standort Käfertal an die neue Wache umzieht. So sieht es der Beschluss des Bereichsausschlusses vor. 

Die Befürchtungen der Stadt, dass dann möglicherweise andere Mannheimer Stadtteile weniger gut versorgt sein könnten, seien nicht nachzuvollziehen, so Maier.

Im Bereichsausschuss sei man sich einig, dass DRK und Malteser durch die neue Wache entlastet würden und damit schneller an anderen Standorten vor Ort sein könnten, so Maier weiter.

Der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar wird wie geplant die neue Rettungswache im Mannheimer Stadtteil Sandhofen am 1. Juli in Betrieb nehmen.

Lesen Sie dazu einen ausführlichen Bericht in der nächsten Ausgabe der Nord-Nachrichten vom 16. Juli.