30. Juli 2020

Aus Biomüll wird grüne Wärme

Mannheim und Heidelberg bringen gemeinsam Klimaschutzprojekt auf den Weg

Mannheim

Die Gemeinderäte der Städte Heidelberg und Mannheim haben in ihren Sitzungen Ende Juli grünes Licht für die Voruntersuchungen eines Kooperationsprojektes bei der Bioabfall-Verwertung gegeben. Künftig sollen die Bioabfälle beider Städte kompostiert und mittels einer Vergärungsanlage soll Biogas gewonnen und ins Erdgasnetz eingespeist werden. So entsteht grüne Wärme. Die energetische Nutzung der Bioabfälle verbessert die Ökobilanz bei der Kompostherstellung deutlich. Dadurch können CO₂-Emissionen reduziert werden und es wird ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
 
Beide Städte kooperieren schon seit Jahren bei der Bioabfallverwertung und wollen mit dem Projekt ihre Zusammenarbeit intensivieren und mit dem Ausbau erneuerbarer Energien ein Signal für den Klimaschutz setzen. In beiden Städten wird für die Biotonne und die Getrenntsammlung der Bioabfälle geworben. Angesichts der Klimaveränderungen erhält eine effiziente Nutzung der Biomasse eine immer größer werdende Bedeutung.
 
Heidelberg und Mannheim arbeiten seit mehr als 25 Jahren im Bereich der Abfallbehandlung erfolgreich zusammen. So wird der Heidelberger Rest- und Sperrmüll in Mannheim verbrannt. Umgekehrt liefert Mannheim seine Bioabfälle nach Heidelberg zur Kompostierung. Die Stadt Mannheim plant die Bioabfallsammlung flächendeckend zu erweitern und auszubauen.