5. Juni 2019

Angebot von youngcaritas unterstützt Flüchtlinge

Flüchtlinge und irhe buddys kochen gemeinsam
Buddys und Ehrenamtliche bei einer gemeinsamen Kochaktion. Foto: zg

Mannheim

Das Buddy-Projekt von youngcaritas Mannheim wurde beim neu geschaffenen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet: In der Kategorie „Unternehmen und Verbände“ belegte es den dritten Platz. Dieser ist mit 1000 Euro dotiert.

Eine Gruppe von youngcaritas-Mitarbeiterinnen und Teilnehmenden des Buddy-Projekts fuhr zur Preisverleihung nach Stuttgart, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha vor rund 800 Gästen die Preise in vier verschiedenen Kategorien vergaben.

Der Landespreis für Integration wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Bewerben konnten sich Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen, Schulen und Verbände, die sich in besonderer Weise für Integration und Zusammenhalt in Baden-Württemberg einsetzen.

Das youngcaritas-Projekt „Buddy gesucht – Patenschaften für Flüchtlinge“ bringt junge Erwachsene aus Mannheim mit gleichaltrigen Geflüchteten in Kontakt. Die jungen Ehrenamtlichen treffen sich einmal wöchentlich mit ihrem Buddy, lernen gemeinsam Deutsch, entdecken ihren Stadtteil und unternehmen Freizeitaktivitäten.

Das Buddy-Projekt ist kein reines Sprachprojekt, sondern hat das Ziel, den jungen Geflüchteten aufzuzeigen, wie das Leben als junger Mensch in Mannheim aussehen kann. Dabei geht es auch um Fragen rund um Studium, Ausbildung oder Schule.

„Gerade bei gemeinsamen Unternehmungen wird die deutsche Sprache schneller erlernt, und mögliche Berührungsängste können auf beiden Seiten abgebaut werden“, sagt Franziska Buckenmaier von youngcaritas Mannheim.

Zu Fragen rund um das Asyl- und Bleiberecht werden die Ehrenamtlichen in Schulungen informiert, können sich aber auch jederzeit an die Projektkoordinatorin von youngcaritas wenden. Zudem finden Austausch- und Reflexionsrunden statt.

Die sehr flexible Zeiteinteilung des Engagements kommt Studierenden, Schülerinnen und Schülern besonders entgegen.

An dem Projekt nehmen Geflüchtete aus den Erstaufnahmeeinrichtungen, Anschlussunterbringungen oder kommunalen Gemeinschaftsunterkünften in und um Mannheim teil.

Sie haben sonst meist wenig Kontakt zu Einheimischen. Einige von ihnen besuchen verschiedene Berufsschulen, absolvieren ihren Hauptschulabschluss oder Sprachkurse.