3. Oktober 2019

1650 Jahre Römischer Burgus in Neckarau

Burganlage aus der Römerzeit im Modell
Ein Nachbau des Neckarauer Burgus ist ab 5. Oktober zu sehen. Foto: nco

Neckarau

Im Jahre 369 n. Chr. - vor 1650 Jahren – wollte Kaiser Valentinian I. die verlorenen Siedlungen auf der rechten Rheinseite von den Alemannen zurückerobern, Dies war die Geburt des „Burgus“, einer Art Burganlage, die aus drei Teilen bestand: einer Burg in Altrip, einer Befestigung mitten im Rheinstrom und einem Neckarauer Burgus. „Vermutlich war es sogar eine eigene Konstruktion des Kaisers Valentinian persönlich“, so Staab weiter. Dafür spräche nicht nur die Geschichtsschreibung, sondern auch die persönliche Anwesenheit des Kaisers in Neckarau, wo er selbst im Strom gestanden haben soll.

Ausgrabungen haben ergeben, dass sich der Burgus (der in seiner Funktion nur rund 30 Jahre existiert hat) auf Höhe des Weges zur Altriper Fähre befunden haben muss. Bei diesen Ausgrabungen sind auch Motivsteine zum Vorschein gekommen, die heute im Original in den Reiss-Engelhorn-Museum ausgestellt sind und deren Repliken demnächst beim Neckarauer Heimatmuseum zu sehen sein werden. Und das ist natürlich ein Grund, in Neckarau zu feiern. „1650 Jahre Römischer Burgus in Neckarau“ heißt es am Samstag, 5. Oktober, 14 Uhr im Hof des Heimatmuseums Neckarau (Rathausstraße 1-3). Neben der Präsentation der Funde aus der Römerzeit werden auch weitere Exponate – wie ein Nachbau des Burgus – im ehemaligen Badhaus beim Heimatverein Neckarau zu sehen sein.